Modernisierung in der Gropiusstadt

Bewohner müssen mit Mieterhöhungen zwischen zwei und drei Euro pro Quadratmeter rechnen.

In der Gropiusstadt werden derzeit die Häuser an der Lipschitzallee 59 und 61 sowie am Ulrich-von-Hassel-Weg 5 und 7 saniert. Es handelt sich hierbei um mehr als 4.000 Wohnungen, die der Gropiuswohnen, dem größten Eigentümer in der Siedlung, gehören. Die Sanierungsmaßnahmen, die Anfang Februar gestartet sind, bringen eine Mieterhöhung für die Bewohner mit sich: Haben sie bisher durchschnittlich 5,79 Euro pro Quadratmeter bezahlt, werden es nach der Modernisierung durchschnittlich 8,07 Euro sein, teilt Gropiuswohnen-Geschäftsführer Olaf Kamp mit. Viele Anwohner haben Angst und fürchten, sich die Wohnungen nicht mehr leisten zu können und damit herausmodernisiert zu werden.

Bei den Maßnahmen handelt es sich laut Kamp um Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten. So werden beispielsweise die vorhandenen Aufzüge erneuert, die Dächer und Fassaden saniert und gedämmt, neue Fenster eingebaut und die Balkone instandgesetzt. Die Eingangsbereiche werden ebenfalls saniert und erhalten in diesem Zuge eine Automatiktür. „Es handelt sich bei den Maßnahmen vor allem um energetische Sanierungen“, sagt Kamp. Bei Modernisierungsvorhaben an Gebäudefassaden greife grundsätzlich die Energieeinsparverordnung. Gropiuswohnen würde keine Luxusmodernisierungen durchführen.

„Die Häuser sind rund 50 Jahre alt. In dieser Zeit ist wenig saniert worden“, so Kamp weiter. Er würde die Sorgen der Mieter sehr ernst nehmen. Betroffenen, die sich die neuen Mieten nicht leisten können, sei geraten worden, finanzielle Härte geltend zu machen. Dann wäre eine Mieterhöhung ausgeschlossen. „Wir wollen unsere Bestandsmieter behalten“, beteuert Kamp.

Datum: 30. März 2019, Text: Sara Klinke, Bild: Thinkstock/iStock/Mickis-Fotowelt