Die Landsberger bleibt gefährlich

Senatsverwaltung listet Unfallschwerpunkte n Marzahn-Hellersdorf.

Von Januar bis November 2018 krachte es bei insgesamt 6.323 Straßenverkehrsunfällen in Marzahn-Hellersdorf. Zwar blieb diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant, jedoch gab es in 2018 mehr Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten (2017: 102, Januar bis November 2018: 127) und Leichtverletzten (2017: 487, Januar bis November 2018: 502): Von Januar bis November 2018 verunglückten 758 Personen, 138 von ihnen verletzten sich dabei schwer und 620 leicht. Diese und weitere Zahlen erhielt der Marzahn-Hellersdorfer Abgeordnete der Linken, Kristian Ronneburg auf seine Anfrage bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Gefährliche Orte

Der Straßenabschnitt mit den höchsten Unfallzahlen im Bezirk war demnach wieder die Kreuzung Rhinstraße/Landsberger Allee: Gleich 90-mal knallte es hier. Wie in den Vorjahren gilt auch der Bereich Alt-Biesdorf/Köpenicker Straße/Blumberger Damm als zweitgefährlichster Verkehrsabschnitt: 55 Verkehrsunfälle ereigneten sich hier im Jahr 2018.

Weitere gefährliche Orte, bei denen es vermehrt zu Unfällen mit Personenschäden kam, waren laut Unfallstatistik die Kreuzungsbereiche Märkische Allee/ Mehrower Allee, Meeraner Straße/Allee der Kosmonauten sowie entlang der Landsberger Allee. Laut der Antwort des Senats wurden in den vergangenen Jahren diverse Maßnahmen ergriffen, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen: Wichtigstes Projekt bei den Baumaßnahmen war dabei die Neuanlage des Knotenpunktes Allee der Kosmonauten/Beilsteiner Straße. Hier wurde die Ampelanlage neu aufgestellt – die Unfallzahlen reduzierten sich mit dieser Maßnahme deutlich, so der Senat.

Aber auch im Bereich Hellersdorfer Straße/Neue Grottkauer Straße und Feldberger Ring konnte durch Erneuerung der Markierung und Ampelregelungen die Unfallzahlen genauso gesenkt werden wie an den Kreuzungsbereichen Köpenicker Straße/Eichenallee/Dankratstraße und am Knotenpunkt Ahrensfelder Platz/Märkische Allee/Havemannstraße. Im vergangenen Jahr wurden zudem Fußgängerüberwege in den Bereichen Mädewalder Weg/Georgstraße und Havemannstraße/Flämingstraße gebaut.

Klare Trennung

Auch die perspektivischen Projekte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit nennt das Senatspapier: Am Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße ist der Neubau einer Ampel geplant und im Kreuzungsbereich Landsberger Allee/Raoul-Wallenberg-Straße in Richtung Eastgate ist eine Umleitung des Radweges vorgesehen, damit Busse und Lkw eine klarere Trennung zur Straßenführung erkennen können. Maßnahmen, zu denen Kristian Ronneburg nur ein mäßig begeistertes Fazit ziehen kann. „Es wird deutlich, dass sich die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in Marzahn-Hellersdorf nicht sonderlich verändert hat. Diese Entwicklung ist einerseits positiv, eine deutliche Verbesserung ist jedoch auch nicht erkennbar“, so der Abgeordnete in einer Mitteilung.

Dass sich die Verkehrsunfallsituation im Bereich der Rhinstraße/Landsberger Allee Jahr für Jahr verschlimmere, dürfe nicht weiter hingenommen werden. Jetzt wolle er gemeinsam mit der Berliner Polizei, dem Senat und dem Bezirksamt prüfen, welche geeigneten Maßnahmen ergriffen werden können, um endlich ein Stoppzeichen zu setzen und die Zahl der Unfälle auch an dieser Stelle zu reduzieren.

Datum: 2. pril 2019, Text: Stefan Bartylla, Bild: imago/Manja Elsässer

www.berlin.de/polizei/aufgaben/verkehrssicherheit/verkehrsunfallstatistik