Kunst am Hansaplatz

Kunstprojekt soll im Mai beginnen und denkmalgeschütztes Hansaviertel stärker in den Fokus rücken.

Aktuell lädt der Hansaplatz nicht gerade zum Verweilen ein. Dabei galt das offene Viertel einst als visionär. Nun soll die Bedeutung des Baudenkmals wieder hervorgehoben werden. Dafür fand im vergangenen Jahr ein Kunstwettbewerb statt, dessen Gewinner sich in diesem Jahr unter dem Titel „Kunst im Stadtraum am Hansaplatz“ präsentieren. Nachdem beim dritten Forum im Herbst 2018 die eingereichten Entwürfe in Anwesenheit der Kunstschaffenden vorgestellt wurden, gibt es nun die Möglichkeit, diese im April noch einmal in aller Ruhe in der Hansabibliothek, Altonaer Straße 15, anzusehen. Die Bibliothek hat montags und freitags von 13 bis 19 Uhr sowie Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr, geöffnet.

Im Zeitraum Mai bis Ende Oktober werden die fünf temporären Werke der Künstler Ulf Aminde, Esra Ersen, Folke Köbberling, Jan Köchermann und Kristina Leko und David Smithson dann rund um den Hansaplatz entstehen und zu sehen sein. Begleitet werden diese durch öffentliche Foren und Veranstaltungen. Die Ausgangsfragestellung für die Erarbeitung der Kunstwerke war „Was machen Menschen mit Räumen und Räume mit Menschen“. Die inhaltliche Klammer bildete dabei der Ort des Hansaplatzes selbst und was die Künstler dort vorgefunden haben. Inhaltlich und formal decken die Arbeiten damit ein weites Spektrum ab und reichen von einer Schafherde, die vorübergehend an den Hansaplatz zieht, über einen Berg, der dort scheinbar über Nacht auftaucht und einem Film, in dem die Häuser des Hansaplatzes zum Klingen gebracht werden. Das Pilotprojekt „Kunst im Stadtraum am Hansaplatz“ wird vom Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamtes in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa realisiert und aus göffentlichen Mitteln finanziert.

Der Hansaplatz ist Mittelpunkt des Hansaviertels, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung im Jahr 1957 als Mustersiedlung der Klassischen Moderne errichtet wurde. Seit 1995 steht das gesamte Viertel mit all seinen ober- und unterirdischen Bauten unter Denkmalschutz. Viele Bewohner wünschen sich neben dem vielen Grün auch mehr kulturelle Angebote im Kiez. Das Kunstprojekt soll ein erster Schritt in diese Richtung sein. Mehr Informationen erhalten Interessierte online.

Datum: 6. April 2019, Text: Redaktion, Bild: imago/Steinach