Zehn-Kilometer-Lauf hinter Gefängnismauern

Am 10. April lädt die JVA Plötzensee wieder Besucher und Interessierte zum Laufevent.

Zum fünften Mal findet am 10. April, ab 16 Uhr, der Berliner Zehn-Kilometer-Lauf für Gefangene statt. Der Rundkurs führt über das Gelände der JVA Plötzensee und der Jugendstrafanstalt Berlin. Der Berliner Leichtathletik-Verband stellt nicht nur die IAAF-Vermessung, sondern nimmt auch die offiziellen Zeiten. Der wahrlich einmalige Lauf hinter Gefängnismauern findet in Kooperation mit German Road Races (GRR) e.V., der Interessengemeinschaft der deutschen Laufveranstalter und Horst Milde, dem Begründer des Berlin-Marathons, statt.

Alle Berliner Vollzugsanstalten haben die Möglichkeit, jeweils zehn Läufer anzumelden. im vergangenen Jahr fiel der Lauf aufgrund der erfolgten Ausbrüche aus der JVA aus. In diesem Jahr gehen wieder rund 100 Läufer an den Start. Darunter auch einige externe Teilnehmer, die sich vorab einen Startplatz per Losverfahren ergattert haben. Die Gefangenen selbst gehen dabei keineswegs unvorbereitet an den Start: Alleine in der JVA Plötzensee wird schon seit 2012 regelmäßig (unterschiedlich) ein Lauftraining angeboten und dankbar angenommen. Die ersten sechs Läufer, die es über die Ziellinie schaffen, erhalten Pokale, Urkunden, die offiziellen Berlin-Marathon-Jacken und weitere Sportsachen vom ISTAF Berlin. Begleitend gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit viel Musik der „hauseigenen Band“ rund um Musiklehrer Jürgen Bailey. Besucher sind ebenfalls willkommen. Um eine Anmeldung per Mail wird gebeten.

Datum: 8. April 2019, Text: Redaktion, Bild: imago/Jürgen Ritter