Schonfrist für das Himmelbeet

Baubeginn des neuen Safe-Hub in der Ruheplatzstraße verzögert sich um ein weiteres Jahr.

Eigentlich haben sich die Pächter der kleinen Beete im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet schon darauf eingestellt, am Ende des Jahres ihre Gärtnerutensilien einpacken und das Areal verlassen zu müssen. Nun sieht es so aus, als dürften sie ein Jahr länger auf dem Grundstück bleiben. Das teilten nun der Geschäftsführer der Amandla GmbH, Jakob Schlichting und Sportstadtrat Carsten Spallek mit. Amandla plant auf dem Grundstück einen sogenannten Safe-Hub, einen Ort, an dem Kinder und Jugendlich Sport treiben und lernen können. „Wegen der Weiterentwicklung des Projektes und Umplanung der baulichen Anlagen haben wir uns entschieden, den bisher avisierten Baubeginn Ende 2019 um ein Jahr auf Ende 2020 zu verschieben“, so Jakob Schlichtig.

In der Zwischenzeit sollen die Bauantragsunterlagen überarbeitet und der zusätzliche Finanzierungsbedarf durch weitere Fördermittelakquise gedeckt werden. Das Bezirksamt müsste unter anderem prüfen, ob eine intensivere bauliche Nutzung des Grundstücks möglich ist und ob das bisher geplante Funktionsgebäude um ein weiteres Geschoss aufgestockt werden kann. „Wir haben uns auch bereits mit dem Bezirksamt wegen einer Zwischennutzung abgestimmt“, so Schlichtig weiter. Es bestehe demnach zwischen Amandla und dem Bezirksamt Einvernehmen, dass dem Gemeinschaftsgarten der Himmelbeet gGmbH eine weitere Gartensaison 2020 ermöglicht werden soll, also über das ursprünglich geplante Ende in diesem Jahr hinaus. „Der zeitliche Druck für die Suche einer Ersatzfläche für den Gemeinschaftsgarten kann somit reduziert werden. Außerdem gibt es mehr Raum für Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Flächensuche“, heißt es in einer Pressemitteilung. Tatsächlich blieb die Suche nach passenden Flächen für die Pächter bislang erfolglos. Zuletzt war eine Fläche auf dem hinteren Bereich des Leopoldplatzes im Gespräch. „Mit dem aktualisierten Zeitplan gewährleistet Amandla eine nahtlose Nutzung des Grundstücks, vermeidet Leerstand und trägt den städtebaulichen Rahmenbedingungen Rechnung. Ich bedanke mich für die sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die diese Lösung möglich gemacht hat und freue mich auf die Umsetzung des weiterentwickelten Konzeptes“, erklärt Bezirksstadtrat Carsten Spallek.

Datum: 10. April 2019, Text und Bild: Katja Reichgardt