Nord-Neukölln komplett unter Milieuschutz

Neuer Zuschnitt für die Wohnungsgebiete nördlich des S-Bahn-Rings.

Die beiden Neuköllner Milieuschutzgebiete Donaustraße/Flughafenstraße sowie Körnerpark bekommen einen neuen Zuschnitt. Damit steht das gesamte mit Wohnungen bebaute Neuköllner Gebiet nördlich des S-Bahn-Rings nun flächendeckend unter Milieuschutz, teilt das Bezirksamt mit. Als Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen im Sommer 2016 sind Teile der damaligen Untersuchungsgebiete nicht als Milieuschutzgebiet festgesetzt worden. Das betrifft einerseits die Neuköllner Seite der Straße Hasenheide und andererseits den Bereich zwischen Rollbergstraße/Werbellinstraße und Thomasstraße – westlich und östlich wird dieser Teil Neuköllns schon von zwei anderen Milieuschutzgebieten begrenzt.

Nun haben neue Untersuchungen im Auftrag des Bezirksamtes aber auch in diesen beiden Gebieten ein hohes Verdrängungspotenzial belegt. Vor allem der größere Aufwertungsdruck habe zu einer anderen Einschätzung als in den vergangenen Untersuchungen geführt. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am 20. März die geänderten Erhaltungsverordnungen beschlossen und mit der Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt am 27. März sind die Änderungen mittlerweile in Kraft getreten. Jochen Biedermann (Grüne), Stadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Bürgerdienste, erklärt: „Eine erneute Untersuchung der letzten weißen Flecken war dringend notwendig, denn der Berliner Immobilienmarkt hat seit 2016 leider nichts an Dynamik eingebüßt. Die neuen Ergebnisse sind nun eindeutig und ich bin heilfroh, dass wir diese Lücken damit endlich schließen konnten. Es war den Anwohnern nicht mehr zu erklären, warum die Nachbarn von gegenüber in den Genuss des Milieuschutzes kommen und sie nicht.“

Datum: 17. April, Text: red, Bild: Thinkstock/iStock/ArminSTautBerlin