Homosexuelles Leben im Schöneberg der Zwanzigerjahre

Bezirkstour: “Von Dielen und Clubs” – Audiospaziergag mit Fabian Eckert.

Schöneberg ist international bekannt für seine Schwulenszene. Bereits in den 1920er-Jahren nahm die schwul-lesbische Subkultur Berlins rund um den Nollendorfplatz ihre Entwicklung. Einen Einblick in das homosexuelle Leben im Schöneberg der Zwanzigerjahre gibt ein Audiospaziergang mit Fabian Eckert unter dem Titel „Von Dielen und Clubs“. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs blühten Kunst und Kultur zunächst auf. Zumindest in den Großstädten schien dadurch ein selbstbestimmteres Leben möglich zu sein.
Eine Vielzahl von Kneipen, Clubs und Bars eröffneten, Zeitschriften erreichten hohe Auflagen und viele Aktivisten organisierten sich in politischen Homosexuellenvereinigungen. Doch die gesellschaftliche Ablehnung der Homosexualität blieb ebenso bestehen wie die juristische Kriminalisierung. Im Zuge  eines Rechercheprojekts wurden 2012 unterschiedliche Quellen zusammengetragen und ein Hörspiel produziert. Der daraus entstandene Audioguide informiert in zwölf Stationen über die unterschiedlichsten Orte der damaligen Szene.
Treffpunkt ist am 27. April, 14 Uhr, am Dennewitzplatz, vor dem Haupteingang der Kirche. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 24. April per E-Mail (siehe Ende des Beitrags) wird gebeten. Wer mitlaufen will, sollte ein Abspielgerät (Smartphone, MP3-Player) mitbringen, um sich vor Ort den kostenlosen Audioguide herunterladen zu können.
dielen_clubs@t-online.de
Datum: 22. April 2019, Text: red, Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1983-1021-500 / CC-BY-SA 3.0.