Ein Blick in die mobile Zukunft

Aus dem Bahnhof Charlottenburg soll Deutschlands erster „Smart-City-Bahnhof“ werden.

Neue Licht- und Farbkonzepte, Begrünungselemente, ein gemütlicher Wartebereich: Die Deutsche Bahn will den S-Bahnhof Charlottenburg zu einem hochmodernen Halt umgestalten. Der erste „Smart-City-Bahnhof Deutschlands“ soll zum Verweilen einladen und vor allem das Sicherheitsgefühl rund um den Bahnhof erhöhen. Die Sicherheitslage und fehlende Beleuchtung wurden in der Vergangenheit oft bemängelt. Die Wartezeit verkürzen künftig Sitzbänke mit USB-Ladebuchsen für Smartphones und Laptops sowie eine neue Wandgestaltung aus Glas im Tunnel zu den Bahnsteigen. Ein Motiv soll dort „historische Karten Berlins aus verschiedenen Jahrzehnten mit dem Verlauf der Stadtbahn“ zeigen. Diese Arbeiten werden laut Bahn schon bis Ende Juni abgeschlossen sein. Insgesamt investiert das Unternehmen 1,8 Millionen Euro. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen dann Umbauten auf dem Bahnhofsvorplatz, wo unter anderem Fahrradstellplätze, Schließfächer und ein Rad-Parkhaus vorgesehen sind.

Moderner Umschlagplatz

Der Bahnhof Berlin-Charlottenburg gehört zu den wichtigsten und am stärksten frequentierten Regional- und S-Bahnhöfen im Bezirk. Täglich passieren rund 85.000 Personen den Bahnhof und machen ihn damit bereits heute zu einer wichtigen Mobilitätsdrehschreibe vor Ort. Im Rahmen des Projekts Smart City soll der Bahnhof zu einem zentralen Anziehungspunkt für Reisende und Anwohner weiterentwickelt werden. Wer seine Ideen und Vorstellungen für den modernen Umschlagplatz einbringen möchte, kann dies aktuell noch auf der Plattform „Charlottenburg.Commonplace“ tun. Die auf der Plattform gesammelten Anregungen werden am Ende des Befragungszeitraums von den Planern der DB zusammengefasst, bewertet und in den weiteren Planungsprozess integriert, heißt es von dem Unternehmen. „Durch die einfache und intuitive Bedienung der Plattform sollen alle Bevölkerungsschichten aktiv am Planungsprozess beteiligt werden. Die Deutsche Bahn hofft auf eine rege Bürgerbeteiligung.“ Zu finden ist dort auch eine Umfrage für Anwohner des Stuttgarter Platzes. Im Kiez soll in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Kiez in Bewegung“ ein passendes Mobilitätskonzept für das Viertel entwickelt und der ökologische Fußabdruck im Kiez gesenkt werden. Alle Infos online.

Datum: 25. April 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images / Jürgen Ritter