Bürgerdialog zur Gemeinschaftsunterkunft in Wittenau

Tag der offenen Türen auf dem Areal der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik.

Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ist eine neue Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete und asylsuchende Menschen mit Kapazitäten für bis zu 256 Personen entstanden. Hinzu kommt das neue Berliner Ankunftszentrum für diese Kategorien von Zuwanderern.

Offene Fragen

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie das Bezirksamt laden alle Nachbarn und interessierte Bürger am 17. Mai, ab 16 Uhr, zu einem Tag der offenen Türen und zu einem Bürgerdialog auf dem Areal an der Oranienburger Straße 285 ein. Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) und Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) möchten Besuchern die Möglichkeit geben, sich vor Ort ein Bild von den neuen Einrichtungen zu machen und Informationen über die aktuellen Entwicklungen zu erhalten.

„Uns ist bewusst, dass im Zuge der Eröffnung einer neuen Unterkunft für geflüchtete Menschen viele Unsicherheiten und Fragen auftauchen“, so Brockhausen. Besucher bekommen die Gelegenheit, mit den Verantwortlichen aus Senat, Bezirk, dem Landesamt sowie weiteren wichtigen Akteuren in einen Dialog zu treten und beide neue Einrichtungen bei geführten Rundgängen kennenzulernen. um sich selbst ein Bild zu machen.

Lieber nach Spandau

Die CDU-Bezirksfraktion hat die Einrichtung des Ankunftszentrums wiederholt kritisiert. „Es besteht keine Notwendigkeit für ein temporäres Ankunftszentrum auf dem Klinik-Gelände zulasten dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums“, so der CDU-Bezirksverordnete Björn Wohlert. „Die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau ist für die Unterbringung von Asylbewerbern für wenige Tage bis zur Verteilung auf andere Unterkünfte absolut geeignet.“

Datum: 9. Mai 2019. Text: Redaktion. Bild: imago images/Bernd Friedel