Weltkriegsbombe in Hermsdorf entschärft

Schienen und Straßen waren über Stunden gesperrt.

Experten der  Polizei haben am Donnerstagabend in Hermsdorf eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft. Der 100 Kilo schwere Sprengkörper US-amerikanischer Bauart war am Mittag bei Bauarbeiten an der Ulmenstraße entdeckt worden. Nach vollständiger Evakuierung der umliegenden Gebäude konnte um kurz vor 20 Uhr mit der Entschärfung der Bombe begonnen werden, so die Polizei.

Die S-Bahnlinie 1 zwischen Frohnau und Waidmannslust wurde zeitweise unterbrochen. Es wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Sperrungen betrafen auch die Berliner Straße und den nördlichen Oraniendamm. Im Sperrkreis fuhren keine Busse mehr. Der Flugverkehr war nach Polizeiangaben von der Sperrung nicht betroffen. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz.

Bahnen fahren wieder

Die Menschen konnten am Abend wieder zurück in ihre Häuser. Auch der Bahnverkehr wurde wieder aufgenommen.

Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) überzeugte sich im Georg-Herwegh-Gymnasium, das als zeitweiliges Ausweichquartier für Evakuierte diente, vom reibungslosen Ablauf. Balzer: „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes und des Bezirksamtes für die geleistete professionelle Arbeit. Mein besonderer Dank gilt den mutigen Sprengmeistern der Kampfmittelräumung, die unser Leben wieder ein Stück sicherer gemacht haben.”

Datum: 10. Mai 2019. Text: Redaktion. Bild: Senatsverwaltung