Grundschule bald bezugsfertig

Nach Wasserschaden soll Modularer Ergänzungsbau im August für Kinder aus dem Kiez öffnen.

Berlin braucht dringend neue Schulen. Bis zu 5,5 Milliarden Euro sind dafür in den kommenden Jahren vorgesehen. Und auch die Schulbauvorhaben in Mitte gehen voran. Am Standort Chausseestraße 82 etwa kann nun eine neue Grundschule gegründet werden. Der entsprechende Modulare Ergänzungsbau steht zwar schon etwas länger auf dem Grundstück unweit des Erika-Heß-Eisstadion, stand im laufenden Schuljahr aber wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung.

Schülerzahlen steigen

Ab August sollen hier nun wieder Schüler der Humboldthain-Grundschule untergebracht werden. „Mit dem Anstieg der Anzahl der Schüler an diesem Schulstandort soll zum Schuljahr 2019/20 der Filialbetrieb beendet und eine eigenständige Grundschule gegründet werden“, erklärt Schulstadtrat Carsten Spallek die Pläne für das Gebäude. Die Erweiterung der Grundschulkapazitäten im Kiez war dringend notwendig. Immerhin wird nur einige hundert Meter entfernt mit der Europacity ein komplett neues Wohnviertel aus dem Boden gestampft. Der Bezirk rechnet ab 2020 mit einem Bedarf an 600 neuen Grundschulplätzen. Bis 2021 soll deshalb neben dem orangenen Ergänzungsbau noch ein weiterer Neubau direkt an der Chausseestraße entstehen.

Mensa in Planung

Laut Steckbrief des Sozialen Infrastrukturkonzeptes des Bezirks ist dort ein Neubau mit Mensa geplant. Um Platz für eine neue Dreifachsporthalle vor dem Parkhaus der Bayer AG zu schaffen, soll auch der jetzige Sportplatz komplett neu gebaut und um 90 Grad gedreht werden. Nach dem Auszug der Humboldthain-Grundschüler soll die neue Schule dann als Ganztagslernort weitermachen. „Die im gemeinsamen Einschulungsbereich liegende Humboldthain-Grundschule bietet den gebundenen Ganztag an. Die Eltern haben somit innerhalb des Einschulungsbereichs eine Wahlmöglichkeit“, so Spallek. Noch werden einige Schüler der überlasteten Humboldthain-Grundschule in Containern vor dem Schulgebäude unterrichtet. Grund für die Verzögerung am neuen Unterrichtsstandort war ein Wasserschaden, der zu starken Folgeschäden führte. Die sollen bis August behoben werden.

Datum: 11. Mai 2019, Text und Bild: Katja Reichgardt