Keine Stichstraße durch die Marienfelder Feldmark

SPD-Fraktion zieht Antrag zum Bau einer Stichstraße zur B101 zurück.

Die SPD-Fraktion Tempelhof Schöneberg hat ihren Antrag, den Schichauweg zur B101 zu verlängern, zurückgezogen., weil ihr eine Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung gefehlt hatte. Stattdessen unterstütze die Fraktion nun einen Antrag der Linken, der erstmal ein Verkehrsgutachten fordert.  Ein ähnlicher gemeinsamer Antrag von den Grünen und der CDU liegt ebenfalls vor. Aufgabenstellung:  die verkehrliche Anbindung des Gewerbegebiets Motzener Straße verbessern. Vorangegangen war vehementer Protest der Lichtenrader und Marienfelder, die gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“, dem Ländlichen Reiterverein Lichtenrade und der Kleingartenkolonie Birkholz um das grüne Naherholungsgebiet, die Marienfelder Feldmark, im Süden Tempelhofs fürchteten.
Der aus Lichtenrade stammende Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak  sei von Anfang an gegen die Idee der Stichstraße durch die Feldmark gewesen. Er begrüßt die gemeinsame Initiative von CDU und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung, mit einer Studie die Möglichkeiten einer besseren verkehrlichen Anbindung des Gewerbegebiets Motzener Straße zu untersuchen. „Die Feldmark ist gemeinsam mit dem Freizeitpark Marienfelde und der Naturschutzwacht ein einzigartiges Naturidyll und wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen in Lichtenrade und Marienfelde. Das darf nicht zerstört werden“,  sagt Luczak. Durch eine neue Straße würde Lichtenrade zudem durch mehr Lkw-Verkehr, Lärm, Feinstaub und Stickoxide erheblich belastet werden. Ein modernes Mobilitätskonzept, etwa mit einer gemeinsamen Bus- und Lkw-Spur, sei denkbar, um die Interessen der örtlichen Gewerbetreibenden zu beachten.
Datum: 11. Mai 2019, Text: red, Bild: imago images/Bernd Friedel