Bauhaus präsentiert sich am Ernst-Reuter-Platz

Glaspavillon lädt zum Verweilen, Diskutieren und Nachdenken ein.

In dieser Woche ist auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes ein neues, öffentliches Zentrum und „Stadtlabor für transdisziplina?re Bildung, Forschung und Beteiligung“ entstanden. Der gläserne Pavillon, der heute offiziell seine Türen für Kunst- und Kulturinteressierte öffnete, befasst sich in den kommenden Jahren in Diskurs, Praxis und einigen Projekten mit den Themen moderne Gesellschaft, Politik, Baukultur, Wohnen, nachhaltige Stadtentwicklung und Kreislaufgesellschaft sowie Zukunft von Bildung und Arbeit.

Zuvor stand der Pavillon, der aus wiederverwendeten Fassadenelementen aus dem Bauhaus Dessau besteht, die dessen großer Nachkriegssanierung von 1976 entstammen, bereits im Bauhaus-Archiv in Tiergarten. Das Konzept „bauhaus reuse“ steht fu?r das Wiederverwenden und Weiterdenken und dem Umgang mit dem Erbe in der heutigen Zeit. Programmschwerpunkte in dem auffälligen Glaspavillon sind in diesem Jahr unter anderem die Bauhauswoche und die Triennale der Moderne.

Das Projekt wurde von der Initiative „zukunftsgeraeusche“ in Kooperation mit dem Bezirk und der Technischen Universität entwickelt. Errichtet wurde das bauhaus reuse als Lehrbaustelle mit der Knobelsdorffschule Berlin. Auf dem Ernst-Reuter-Platz soll die Nutzung vier Jahre lang fortgesetzt werden. Als „offener Raum“, der „zum Sitzen, zum Schauen, zum Aufenthalt auf dem Platz einlädt“, steht der Pavillon künftig täglich von 10 bis 18 Uhr zur Verfügung.

Datum: 23. Mai 2019, Text: Redaktion, Bild: imago images / Bernd Friedel