Kämpfe, Union, kämpfe!

Für die Eisernen ist der Aufstieg in die 1. Bundesliga machbar

Was war das für ein Spiel! Mit unglaublichem Kampfgeist und beachtlicher Spielkultur brachte der 1. FC Union Berlin die Elf vom VfB Stuttgart an den Rand einer Niederlage. Die Schwaben konnten sich bei ihrem Schlussmann Ron-Robert Zieler bedanken, der zwei Großchancen von Unions Stürmer Sebastian Andersson in der Schlussphase mit großartigen Reaktionen entschärfte. Apropos: Obwohl Andersson selbst kein Tor erzielte, war er dennoch einer der spielbestimmenden Akteure auf dem Platz, der mit seinen gefährlichen Ausflügen in die gegnerische Hälfte dort für jede Menge Unruhe sorgte. Zu seiner guten Leistung passt, dass er mit seiner Kopfballverlängerung auf Sturmpartner Suleiman Abdullahi die Vorlage für dessen Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause gab.

Zur Pause wechselten die Stuttgarter Ex-National-Stürmer Mario Gomez ein, der in der 51. Minute unter tatkräftiger Mithilfe des Berliner Abwehrrecken Marvin Friedrich den Ball zum 2:1 ins Union-Tor stolperte. Der machte seinen Fehler 17 Minuten später wieder gut und köpfte eine von Kapitän Christopher Trimmel getretene Ecke furios ins Schwaben-Gehäuse zum 2:2-Endstand.

Am 27. Mai, 20.30 Uhr, folgt nun Teil Zwei dieses Relegationsdramas – nun allerdings im Stadion An der alten Försterei in Köpenick. Mit dem Unentschieden hat sich die Elf des 1. FC Union Berlin um Trainer Urs Fischer eine hervorragende Ausgangslage für dieses Rückspiel vor heimischer Kulisse geschaffen. Unions Traum von der Bundesliga lebt und ist realer denn je.

Datum: 24. MaI 2019 Text: Ulf Teichert Bild: imago images/Jan Hübner