U-Bahnhof bleibt Drogen-Hotspot

Anwohner fordern schnelle Lösung der Probleme am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße.

Öffentlicher Drogenhandel und -konsum sind seit Jahren Probleme rund um den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße. Mindestens genauso lange beklagen sich Anwohner über den Dauerzustand in ihrem Kiez. Erst im vergangenen Herbst zeigte ein 200-seitiger Ergebnisbericht, der in einer Kooperation zwischen Forschern der Humboldt-Universität und dem Präventionsrat des Bezirksamts entstanden, wie akut das Problem nach wie vor ist. „Jetzt sind die Probleme noch größer geworden. Anwohner sprechen von teilweise bis zu 40 Menschen, die dort zeitgleich mit dem Verkauf, Kauf und Konsum von Drogen zu tun haben“, heißt es nun von der Linken-Fraktion im Bezirksparlament, die die Drogenprobleme an der Heinrich-Heine-Straße endlich lösen will.

Das größte Problem und Bedrohungspotential stellen dabei augenscheinlich obdachlose Menschen dar, die dort ihre Drogen kaufen und auch direkt konsumieren. Während des jüngsten Runden Tisches Köpenicker Straße wurde das Thema wie schon etliche Male zuvor behandelt. Die anwesenden Polizeibeamten erklärten, dass sie an der Situation derzeit nicht viel ändern können. Alle Maßnahmen führen dazu, dass sich Konsum und Verkauf einfach zwei oder drei U-Bahn-Stationen weiter bewegt.

Eine Entwicklung, die auch die Linken um Thilo Urchs nicht zufrieden stellt. „Dass würde dann dazu führen, dass die Polizei Konsumenten und Dealer von einer Station zur anderen treibt, ohne eine Lösung zu finden. Darum brauchen wir nachhaltige Ansätze, um den Drogenkonsum aus dem öffentlichen Raum zu holen.“ Vielmehr sollen die Ursachen von Drogensucht zum Beispiel durch den Einsatz von Sozialarbeitern oder Gesundheitsmobilen des Vereins Fixpunkt bekämpft werden.

Datum: 25. Mai 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images / Joko