Ausstellung in Friedrichshain: Hauswald im Ausland

Bilder aus 40 Jahren Reisefotografie in der Galerie Friedrichshain.

Zum ersten Mal überhaupt zeigt Harald Hauswald derzeit in der Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, in einer großen Ausstellung anlässlich seines 65. Geburtstags Bilder aus 40 Jahren Auslandsfotografie. Die Ausstellung läuft bis zum 28. Juni 2019. Wer seine Biografie kennt, kann sich denken, dass das Thema „Hauswald im Ausland“ mit einigen Kuriositäten verbunden ist. So holte er sich etwa im Juli 1989, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, in Neukölln einen bundesdeutschen Reisepass, um in die Türkei zu fliegen – unter dem Vorwand, seine Eltern in Westdeutschland zu besuchen.

Auf dieser Reise entstand auch das Titelbild in Istanbul. Noch aus DDR-Zeiten kommen aus den Archiven Bilder aus der Sowjetunion, Polen, Tschechoslowakei, nach der Wende folgten unter anderem Reisen in die USA, nach China, Spanien, Italien, England und Frankreich. Harald Hauswald wurde im Jahr 1954 in Radebeul geboren. 1970 bis 1972 absolvierte er eine Lehre als Fotograf. 1977 zog er nach (Ost-)Berlin. Er ging verschiedenen Jobs nach. So war er zum Beispiel eine Zeitlang Telegrammbote, arbeitete aber auch als Heizer, Restaurator, Fotolaborant und als Fotograf in der Stephanus-Stiftung. 1989 wurde er in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen.

Es folgten Ausstellungen in der DDR, der BRD, den USA, der Schweiz, in Frankreich, Italien und den Niederlanden. Bereits seit 1989 ist er freischaffender Fotograf. Er ist Gründungsmitglied der Agentur Ostkreuz. Zu seinen großen Aufträgen zählen unter anderem Foto-Reportagen für GEO, Stern, Zeitmagazin, Das Magazin und andere. Auch an mehreren Buchtiteln wirkte er erfolgreich mit. Im Jahr 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2006 wurde ihm der „Einheitspreis – Bürgerpreis zur Deutschen Einheit“ verliehen.“

Datum: 31. Mai 2019, Text: red, Bild: Blick vom Empire State Building auf Manhattan, New York, 2004, Harald Hauswald