Ein schweinisches Fest und eine lange Nacht

Kurz vor der Sommerpause präsentiert die Schaubude noch einmal zwei Highlights

Auf zwei Höhepunkte im Programm der Schaubude Berlin, Greifswalder Straße 81-84, dürfen sich deren Fans und Freunde freuen. In einer Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zeigt das Haus in der Greifswalder Straße vom 8. bis 10. Juni und vom 13. bis 15. Juni „Das Fest“.

In der Studioinszenierung des dritten Studienjahres Zeitgenössische Puppenspielkunst dreht sich anfänglich alles um den Familienpatriarchen Helge, der zu seinem 60. Geburtstag seine ganze Familie um sich schart. Das Fest läuft seinen gewohnten Gang bis Sohn Christian den Vater bezichtigt, ihn und seine Zwillingsschwester missbraucht zu haben.

Trotz der Anschuldigungen geht die Feier weiter, entwickelt jedoch eine Dynamik, die die Abgründe der Familie Klingenfeldt-Hansen ans Licht bringt und die Situation eskalieren lässt. Besetzt mit einem Ensemble aus Schweinen und gespielt von einer Truppe Showmaster wird dieser Stoff erstmals mit Puppen interpretiert und stellt die brachiale Gewalt und absurde Komik von Familienkonstellationen ins Zentrum.

Zum Spielzeitende gibt die Schaubude Berlin wieder von Eins (13 Uhr) bis Eins (1 Uhr) all ihre Räume frei für die Lange Nacht der Vielfalt des Puppen-, Figuren- und Objekttheaters: Zwölf nicht kuratierte Stunden mit 15 Inszenierungen, Puppen-Comedy, Videokunst und Walk-Acts von maximal 45 Minuten.

Das Publikum vergibt zwei Wanderpokale: einmal für das Kinder- und zum anderen für das Abendprogramm. Die Preisträger erhalten je zwei Spieltermine in der Spielzeit 2019/20 in der Schaubude Berlin sowie Freikarten für alle Vorstellungen des internationalen Festivals „Theater der Dinge“ vom 23. bis 29. Oktober.

Datum: 31. Mai 2019 Text: Manfred Wolf Bild: Schaubude Berlin