S-Bahn-Sperrung im Berliner Osten ohne Alternativen

Ergänzungen zum Schienenersatzverkehr sind nur schwer umsetzbar

Weil ab Ende August bis in den Herbst hinein die Schienenstränge auf den Ostabschnitten der S-Bahnlinien S5, S7 und S75 saniert werden, wird es in diesen Monaten auch zu Vollsperrungen auf diesen Strecken in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf kommen. Der Marzahn-Hellersdorfer Abgeordnete der Linken, Kristian Ronneburg, erkundigte sich nun bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nach den geplanten Verkehrsalternativen, die den Fahrgästen während dieser Bauphase angeboten werden. Eine zu frühzeitige Erarbeitung und Fertigstellung von Ersatzkonzepten wird (….) bei großen Baumaßnahmen als nicht zielführend eingeschätzt, da hierdurch das Risiko nachträglicher Anpassungsbedarfe steige“, teilt dazu die DB Netz AG über die Senatsverwaltung in dem Papier mit.

Im Klartext: Noch sind keine Pläne zu Routenalternativen konkretisiert. Allein die Liste der nicht möglichen Alternativen kann die Senatsverwaltung recht deutlich benennen. So kann der Verkehr auf der Linie U5 aufgrund der Baumaßnahmen zur U-Bahn-Verlängerung nicht entscheidend verdichtet werden. Auch ein verstärkter Verkehr auf den Tram-Strecken sei aus betrieblichen Gründen derzeit nicht möglich. Verstärkerfahrten der Straßenbahnlinien M5, M6 und M8 können während der Hauptverkehrszeiten infolge von Personalengpässen „nicht vollständig erbracht werden“.

Jetzt laufen alle Optionen wohl auf ein SEV-Angebot mit Bussen hinaus: „Der derzeit in Abstimmung befindliche Routenvorschlag sieht unter anderem einen Halt am S-Bahnhof Marzahn mit Anschluss auf die S7 vor. Für die sich anschließenden Sperrungen auf der Linie S7 im Abschnitt Ostkreuz – Ahrensfelde und auf der Linie S75 im Abschnitt Ostkreuz – Wartenberg ist in den betroffenen Bereichen ein Ersatzverkehr mit Bussen vorgesehen. Für die zeitgleiche Sperrung auf der Linie S5 im Abschnitt Lichtenberg – Wuhletal ist nach derzeitigem Stand wiederum ein Schienenersatzverkehr von Biesdorf nach Wuhletal vorgesehen“, heißt es in der Senatsantwort auf die Fragen von Kristian Ronneburg.

Datum: 9. Juni, Text: Stefan Bartylla, BIld: : imago images / photothek/ Thomas Koehle