Günstige Wohnungen in neuer Siemensstadt

Senatorin Lompscher lobt Entwicklungspotenziale im Berliner Nordwesten.

Mit dem Projekt „Berlin TXL“ und der künftigen neuen Siemensstadt bildet sich derzeit ein großer neuer Entwicklungskorridor im Nordwesten der Stadt heraus. Hier werden in den nächsten Jahren nach Schätzungen der Planer mehr als 20.000 Arbeitsplätze sowie Wohnungen für etwa 25.000 Menschen entstehen.

Diese Potenziale wurden jetzt beim Parlamentarischen Abend der Tegel Projekt GmbH diskutiert. Mehr als 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nahmen an der Diskussion teil. Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, erklärte: „Leistbaren Wohnraum zu schaffen ist eine der wichtigsten Aufgaben dieses Senats. Dabei setzen wir auf die Entwicklung urbaner, sozial und funktional gemischter Quartiere, mit qualitätvollen öffentlichen Räumen, bedarfsgerechter sozialer und innovativer Infrastruktur sowie nachhaltiger Mobilität.“

3.000 Wohnungen geplant

 

So stellen sich Planer den künftigen Kiez zum Forschen, Arbeiten und Leben vor. Visualisierung: Siemens AG

Das Schumacher Quartier am Kurt-Schumacher-Platz in Tegel  und die neue Siemensstadt seien dafür „hervorragende Beispiele“, so die Linke-Politikerin. Mit öffentlichen und privaten Investitionen werden die Voraussetzungen für die Entstehung von leistbaren Wohnungen geschaffen. Um die 10.000 allein im Schumacher Quartier und den angrenzenden Gebieten, weitere 4.000 auf der Insel Gartenfeld. In der neuen Siemensstadt können um die 3.000 Wohnungen entstehen. „Das ist eine gute Entwicklung für den Berliner Nordwesten und für unsere gesamte Stadt“, betonte die Linke-Politikerin.

Karina Rigby, Vice President Siemens AG und Projektleiterin Siemensstadt, skizzierte die nächsten Schritte für das Projekt Siemensstadt 2.0. In diesem Sommer beginnt der städtebauliche Wettbewerb. 15 Architekten sollen bis Ende des Jahres Entwürfe vorlegen. Dann solle gebaut und ab 2030 das Areal bautechnisch fertiggestellt sein.

Vernetztes System

„In gewisser Weise knüpfen wir an das Gründungskonzept der Siemensstadt von 1897 an – aber unter den fundamental sich ändernden Bedingungen, mit denen die Menschen künftig Arbeiten, Leben und Wohnen kombinieren werden, “ so Rigby. „Dazu gehört ein vernetztes Ökosystem mit flexiblen Arbeitsbedingungen, gesellschaftlicher Integration und bezahlbarem Wohnraum. Diese neue Symbiose wollen wir in der Siemensstadt mit Leben erfüllen.“

Nichts weniger als „die Zukunft der Arbeit in Verbindung mit Produzieren, Forschen, Lernen, Wohnen“ soll die „Siemensstadt 2.0“ repräsentieren. Diese will der Siemens-Konzern bis zum Jahr 2030 auf einem bislang unzugänglichen, gut 940.000 Quadratmeter großen Industriegelände zwischen Siemensbahn, Rohrdamm und Nonnendammallee errichten. Kosten: rund 600 Millionen Euro.

Datum: 17. Juni 2019. Text: Redaktion. Bild: imago images/Schöning