Marienfelder Feldmark: Feldlerche und Feldhase sind zurück

Störungsempfindliche Arten benötigen besonderen Schutz.

Beobachtungen des Naturrangers auf der Naturschutzstation Marienfelde, Björn Lindner, bestätigen, dass in der Marienfelder Feldmark am Schichauweg wieder Feldhasen und Feldlerchen vorkommen. Feldhase und Feldlerche gelten aufgrund des Wegfalls geeigneter Lebensräume als in ihrem Bestand gefährdet. Feldlerchen unterliegen dem besonderen Artenschutz.

Die Marienfelder Feldmark bietet aufgrund ihrer strukturreichen landwirtschaftlichen Nutzung beiden Arten einen natürlichen Lebensraum. Beide Arten gelten als sehr störungsempfindlich. Um die Wiederansiedlung zu unterstützen, wurden daher Teilflächen der Feldmark durch Steckgatter gesperrt beziehungsweise als Schutzbereiche besonders markiert. Zusätzlich wurden Blühstreifen und artenreiche Frischwiesen angelegt. Das Umwelt- und Naturschutzamt bittet darum, die Lebensräume der seltenen und geschützten Tiere zu respektieren und Störungen zu vermeiden. „Bitte betreten Sie die ausgewiesenen Schutzflächen nicht. Hunde sind in der gesamten Feldmark an der Leine zu führen“, sagt Björn Lindner. Die Feldlerche wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zum „Vogel des Jahres“ gekürt (das erste Mal im Jahr 1998). Schon damals wurde davor gewarnt, dass der begabte Himmelvogel in vielen Gebieten Deutschlands nur noch selten oder gar nicht mehr vorkommt.

Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Umso erfreulicher, dass die Feldlerche nun wieder im Gebiet der Marienfelder Feldmark gesichtet wurde. Wer eine sitzende Feldlerche auf dem Boden entdecken möchte, braucht ein gutes Auge. Mit ihrer beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung an der Oberseite ist sie gut getarnt. Eindeutig zu erkennen ist sie an ihrem schönen rollenden Gesang.

Datum: 18. Juni 2019, Text: red, Bild: Getty Images Plus/iStock/Ali Telliogl