Pilotprojekt für Berliner Bienen

Mitte erarbeitet Maßnahmenpaket für seine Grünflächen und Parks.

Der Bezirk will mehr für den Schutz von Bienen und anderen Insekten machen. Im Rahmen des Pilotprojekts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ wurde nun am Spreebogenpark die erste von berlinweit zehn neuen Flächen bienenfreundlich umgestaltet. So wurden artenreiche Blumenwiesen angelegt, Wildstauden gepflanzt und Nisthabitate geschaffen. Informationstafeln machen auf das Projekt aufmerksam, das auch darin besteht, die Flächen auf ihre Alltagstauglichkeit, den Kostenaufwand und auf die Wirksamkeit für die Bestäuber zu prüfen.

Weitere Planungen

„Wir sind stolz, dass folgende drei Flächen im Bezirk in das gemeinsame Pilotprojekt Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf von Senatsverwaltung, der Deutschen Wildtierstiftung und der Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg aufgenommen wurden“, erklärt Stadträtin Sabine Weißler (Grüne). „Der Standort unserer neuen Fläche im Regierungsviertel ist ideal. Sie unterstreicht, dass die Politik jetzt handeln und den Schutz der Insekten ernst nehmen muss“, sagt auch Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

„Von dem Berliner Projekt versprechen wir uns eine Signalwirkung für ganz Deutschland.“ Es soll aber nicht bei der Umgestaltung des Spreebogenparks bleiben. Auch Arbeiten am Grünzug entlang des Luisenstädtischen Kanals seien möglich. Vorgesehen sind zudem Umgestaltungen am Mittelstreifen der Altonaer Straße zwischen Hansaplatz und Großem Stern sowie an den Rasenflächen am Rande des Geschichtsparks Moabit. Auch unabhängig des Piloprojekts werden im Bezirk ähnliche Maßnahmen für Parkanlagen und Grünflächen wie den Goethepark, den Schillerpark, Rehberge oder den Volkspark Humboldthain erarbeitet

Datum: 19. Juni 2019, Text: Katja Reichgardt/Redaktion, Bild: iStock/Getty Images Plus/SusanneSchulz