Vom Wannsee bis nach Babelsberg

Zwei neue Radrouten sollen mehr Menschen auf den Drahtesel locken.

Schöner radeln in Steglitz-Zehlendorf: Am Freitag ist die Nikolassee-Route und die Wannsee-Babelsberg-Route feierlich eröffnet worden. Beide folgen der 2018 an den Start gebrachten Dahlem-Route. Gemeinsam bilden sie die Radrouten Südwest. „Durch dieses neue Angebot schaffen wir ein authentisches und nachhaltiges Profil für unseren Bezirk“, erklärt Michael Pawlik vom Bezirksamt die Bedeutung des Projekts. „Gleichzeitig tragen wir zu einer Entzerrung des boomenden Tourismus in den Innenstadtbezirken bei und fördern somit die regionale Wirtschaftsstruktur.“

Grüne Waldwege

Jede der Routen folgt einem besonderen Thema. Zahlreiche Kultureinrichtungen warten entlang der Dahlem-Route: zum Beispiel der Botanische Garten, das Brücke-Museum oder die Domäne Dahlem. Durch ein „besonderes Naturerlebnis“ zeichne sich die Nikolassee-Route aus: Ein Großteil der Route führt entlang grüner Waldwege und Uferpassagen an der Havel. „Idyllische Badestellen ermöglichen an heißen Tagen einen Sprung ins kühle Nass“, heißt es aus dem Bezirksamt.

Auf der Wannsee-Babelsberg-Route geht es mitten durch das Unesco-Welterbe namens „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Auf der Route liegen zum Beispiel das Schloss und der Park Glienicke, die Pfaueninsel (siehe Foto) sowie das Schloss und der Park Babelsberg. „Erstmalig haben hier die Landeshauptstadt Potsdam und der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in einem touristischen Projekt erfolgreich zusammengearbeitet“, so das Bezirksamt.

Frei kombinierbar

Alle Routen haben eine Länge von jeweils circa 20 Kilometern und sind miteinander kombinierbar, so dass ein rund 60 Kilometer umfassendes touristisches Radroutennetz durch den Berliner Südwesten entstanden ist. Sie alle sind als Rundtour konzipiert, in beide Richtungen befahrbar und mit Schildern ausgewiesen. Mit U- und S-Bahn sind die Routen jeweils leicht zu erreichen. Wer kein eigenes Fahrrad hat, kann zudem an den Bahnhöfen Onkel Toms Hütte (U3) oder Griebnitzsee (S7 oder Regionalbahn) ein Fahrrad mieten.

Die Routen sind in einem neu erstellten Pocketflyer zusammengefasst, der unterwegs mit Kartendarstellungen und kurzen Beschreibungen Orientierung bietet. Zudem besteht die Möglichkeit der digitalen Navigation mit dem eigenen Smartphone über die Plattform Komoot. Die Maßnahmen wurden und werden aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) anteilig aus Bundes- und Landesmitteln finanziert, heißt es weiter.

Datum: 23. Juni 2019. Text: Redaktion. Bild: imago images/PEMAX