Ecstasy in Kinderhänden

Bezirksstadtrat Gordon Lemm schlägt Alarm: Drogen bei Kindern im Bezirk gefunde.

Mit einer erschreckenden Mitteilung wandte sich Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) in der vergangenen Woche an die Öffentlichkeit:

„Wir haben seit einiger Zeit einen verstärkten Konsum der Droge Ecstasy hier im Bezirk wahrgenommen. Dabei handelt es sich um kleine, meist bunte Pillen, mit dem Wirkstoff MDMA. Betroffen sind Kinder und Jugendliche zwischen elf und 14 Jahren, eher Mädchen als Jungen.“

Einige dieser Pillen würden für 1,50 bis drei Euro gehandelt. Die Tabletten seien hoch dosiert, echt und kursierten seit drei bis vier Monaten verstärkt unter Jugendlichen. „Auch wenn Ecstasy eine beliebte Party-Droge ist, hat sie schwerwiegende Nebenwirkungen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen“, führte Lemm aus. Die Polizei sei dazu informiert, die Schulen sensibilisiert worden und auch die Streetworker hätten das Thema „auf dem Schirm“.

Zur Erläuterung. Ecstasy ist eine Droge, die eine Steigerung der Kontaktfreudigkeit, große Offenheit und erhöhtes Einfühlungsvermögen suggeriert. Gefährliche Wirkung hat die Droge aber vor allem dadurch , dass sie Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen, Angstzustände, Halluzinationen, Gedächtnisstörungen, und Paranoia erzeugt.

Dazu kommt eine psychische Abhängigkeit. „Bei Problemen mit oder Fragen zu Ecstasy oder anderen Drogen kann sich jeder an die Drogen- und Suchtberatung Marzahn-Hellersdorf der vista gGmbH wenden“, rät Lemm, der betont, dass er mit dieser Meldung nicht skandalisieren, sondern ausschließlich informieren wolle.

Datum: Text: red, Bild: iStock / Getty Images Plus / portokalis