Kranoldplatz: Investor soll Pläne öffentlich machen

SPD startet Unterschriftenkampagne/Bezirk kündigt Infoveranstaltung an.

Drei große Gewerbe- und Miet-Immobilien am Kranoldplatz sowie am Bahnhof Lichterfelde-Ost hat der Investor Harald Huth in letzter Zeit aufgekauft. Seitdem häufen sich Gerüchte und Ängste im Kiez. Soll dort ein Monopol entstehen, das gewachsene Wohn- und Gewerbestrukturen bedroht?

Bewährte Strukturen

Huths Immobilien-Holding HGHI hat derartige Pläne verneint. Dennoch beschäftigt das Thema zunehmend die Bezirkspolitik. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Veränderungen am Kranoldplatz sozialverträglich ausfallen und bewährte Strukturen erhalten bleiben. „Drastische Mieterhöhungen dürfen weder die Gewerbetreibenden noch Anwohner in existenzielle Nöte stürzen“, teilt der Kreisverband mit. Die SPD-Abteilungen in Lichterfelde Ost und Süd fordern Huth auf, zeitnah eine Veranstaltung für die Anwohner und Gewerbetreibenden einzuberufen und dort zu dringlichen Fragen Stellung zu nehmen: Was sind seine Bauvorhaben und welches Konzept steckt dahinter? Welche Konsequenzen hat es für Gewerbetreibende, Anwohner und das Marktgeschehen? Gibt es bereits einen Architekten-Entwurf, der öffentlich vorgestellt werden könnte?

Aus Sicht der Sozialdemokraten, die zudem eine Unterschriftenkampagne gestartet haben, steht einiges auf dem Spiel: „Der Kranoldplatz und seine Umgebung sind ein Kleinod für alle seine Nutzer, die oft von weither kommen. Gerade für Senioren hat Lichterfelde-Ost herausragende Angebotsstrukturen. Besonders die kleinen Gewerbetreibenden lieferten oft hohe Qualität.“

Das Bezirksamt veranstaltet am 18. September, um 18 Uhr, gemeinsam mit der IHK eine Infoveranstaltung für Gewerbetreibende rund um den Kranoldplatz. Der genaue Ort wird in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Datum: 11. Juni 2019. Text: Redaktion. Bild: WikimediaCommons/Fridolin freudenfett/Peter Kuley