Jugendtheaterwerkstatt: Der Druck auf den Bezirk wächst

KulturJugendtheaterwerkstatt noch immer ohne Ausweichquartier / BVV fasst Beschluss

Räume für kulturelle Projekte sind in Spandau rar. Das bekommt auch die Jugendtheaterwerkstatt (JTW) Spandau zu spüren. Im kommenden Jahr soll die Heimstatt an der Gelsenkirchener Straße umgebaut und saniert werden. Doch noch immer gibt es kein Ausweichquartier für die JTW.

Die Zeit drängt.

Auf Initative der SPD hat die Bezirksverordnetenversammlung einstimmig eine Dringlichkeitsbeschlussempfehlung beschlossen, um den Fortbestand der JTW sicherzustellen. Das Bezirksamt wird beauftragt, für den Zeitraum der Baumaßnahmen unverzüglich eine adäquate Ersatzfläche zur Verfügung zu stellen.“ Lukas Schulz von der SPD-Fraktion: „Wenn es nicht bald Klarheit über einen neuen Standort gibt, wird die JTW ihre für den Bezirk so wertvolle Arbeit in den kommenden Jahren nicht weiterführen können.

Ohne einen Ausweichstandort kann sie weder Drittmittel anwerben noch Verträge mit Schulen schließen.“ Schon in der Vereinbarung über den Umbau sei festgehalten worden, dass der JTW eine Ersatzfläche angeboten werden muss.

Die Suche blieb bisher allerdings ergebnislos. Ideen für eine mögliche Zwischennutzung gebe es genug. Schulz; „Der Ratskeller steht über ein Dreivierteljahr leer. Ebenso denkbar ist eine Teilnutzung des früheren und ebenfalls ungenutzten Ella-Kay-Heims in Kladow. Das ist allerdings in der Hand des Senats. Bezirksstadtrat Andreas Otti (AfD) sei in der Verantwortung, unverzüglich zu handeln.

„Der Ratskeller wäre okay, allein wegen der zentralen Lage“, sagt Anja Kubath von der JTW-Leitung. Wichtig sei, dass der Standort Platz für Proben, Aufführungen und Büro bietet. Kubath sitzt die Zeit im Nacken: „Eigentlich müssten wir jetzt die Förderanträge für 2021 stellen. Dem steht die ungeklärte Standortfrage entgegen.“

Datum: 19.07.2019, Text: red/ Nils Michaelis