Spandau lässt eintüten

Bezirk stellt Spender für Hundekotbeutel selbst auf

Seit knapp sechs Monaten werden die „Dog Service Stations“, an denen Spandauer Hundebesitzer Recyclingpapiertüten entnehmen und auch entsorgen konnten, schon nicht mehr entleert und befüllt. Nun sollen sie abgebaut werden. Doch der Bezirk will künftig in Eigeninitiative Hundetütenspender anbieten. Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte das Bezirksamt zuletzt geprüft, ob und wie die noch bestehenden Dog Stations erhalten bleiben oder durch ein vergleichbareres Angebot ersetzt werden können.

Sauberes Stadtbild

Im Rahmen der Neuordnung und Neuverteilung der Werberechte im öffentlichen Straßenland durch den Berliner Senat wurde die Kooperation mit der Firma Wall GmbH nicht fortgeführt. Die „Dog Stations“ sorgten in den vergangenen Jahren mit ihrem kostenfreien Beutel-Angebot und der integrierten Entsorgungsmöglichkeit in ihrem Umfeld für ein saubereres Stadtbild. Derzeit bewirtschaftet das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt Hundetütenspender, dankenswerterweise gemeinsam mit ehrenamtlichen Paten.

Es ist nun eine erweiterte Ausschreibung von Reinigungsleistungen in Grünanlagen in Vorbereitung, wonach auch alle ehemaligen „Dog-Stations“ durch Hundetütenspender im Bezirk ersetzt und bewirtschaftet, also regelmäßig mit Beuteln bestückt werden.

So soll sichergestellt werden, dass Hundehalter, die ihre Hundebeutel aus welchem Grund auch immer nicht mit sich führen, zumindest in der Lage sind, eine saubere Grünanlage zu hinterlassen. „Sauberkeit ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass sich die Spandauer in ihren Grünanlagen wohlfühlen.

Obwohl Hundehalter durch das Berliner Hundegesetz dazu verpflichtet sind, sich selbst um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu kümmern, sieht die Realität, wie wir alle wissen, aus verschiedenen Gründen oft anders aus“, erläutert der für das Ordnungsamt zuständige Frank Bewig (CDU). Die tierischen „Tretminen“ seien nicht nur in Spandau ein allgegenwärtiges und unerfreuliches Phänomen.

„Ich halte es daher für richtig, diesen kostenlosen Service anzubieten“, so Bewig weiter. Die „Dog Stations“ würden zwar abgebaut, aber in absehbarer Zeit durch bezirkseigene Tütchenspender ersetzt. Die Hundehalter bekommen so in vielen Kiezen weiterhin kostenfreie Kotbeutel gestellt, um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere entsorgen zu können.

Datum: 20. Juli 2019, Text: Redaktion; Bild: imago/ Blickwink