Berlin-Neukölln: Schönheitskur für Schulen

Zwölf Standorte im Bezirk werden in den Ferien saniert oder umgebaut.

An der Hermann-von-Helmholz-Schule in der Gropiusstadt sind zum Ferienbeginn großangelegte Bauarbeiten angelaufen. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung des Brandschutzes und die energetische Sanierung. Dafür nimmt das Land Berlin rund 6,7 Millionen Euro in die Hand. An der Schilling-Schule in Britz werden Sanitär- und Elektroanlagen saniert. Außerdem werden die Brandschutzvorrichtungen in den Fluren auf den neuesten Stand gebracht. Hierfür stehen knapp fünf Millionen Euro bereit.

Die beiden Vorhaben, die nach Ferienende fortgeführt werden, sind die aufwendigsten Projekte der gegenwärtigen Schulbaustellen im Bezirk. An insgesamt zwölf Standorten sind derzeit Handwerker vieler Gewerke im Rahmen der „Schulbauoffensive“ des Senats im Einsatz.

Neue Initiativen

Bezirke und Senat haben sich das Ziel gesetzt, neue Schulplätze zu schaffen und den Sanierungsstau an den Schulen zu beseitigen. Bauarbeiten und Unterricht vertragen sich schlecht. Deshalb intensivieren die Bezirke in diesem Zeitraum ihre Baumaßnahmen, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Im Fokus sind Dächer, Fassaden, Fenster, Fußböden, Elektroanlagen, Turnhallen, Mensaräumen, Fachräume, Aufzügen, Rettungswege und Brandschutz sowie Sanitär- und Heizungsanlagen. Scheeres hat kürzlich zwei neue Initiativen vorgestellt, die die Schulen in ganz Berlin stärken sollen.

So werden mit dem neuen Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 2021 jeweils 100 Millionen Euro für ein neues „Schnellbauprogramm Klassenzimmer“ zur Verfügung gestellt. Neu ist auch das „Mensen-Bauprogramm“. Wegen des in Kürze beitragsfreien Mittagessens brauchen viele Schulen mehr Platz in ihren Mensen. Im Jahr 2020 sind dafür zehn Millionen Euro vorgesehen.

Datum: 25. Juli 2019, Text: red/nm, Bild: imago images/Michael Schic