Blackout-Kabel kommt ins Köpenick-Museum

Stromnetz Berlin überreicht Bürgermeister Igel das historische Exponat.

Thomas Schäfer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin, überreichte Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel vor wenigen Tagen das Kabelstück, dessen Bruch am 19. Februar für den 30-stündigen Stromausfall im Bezirk gesorgt hatte. Die kleine, historische „Trophäe“ soll demnächst auch im bezirklichen Heimatmuseum ihren Platz finden.

31.000 Haushalt betroffen

Gerade mal 18 Zentimeter Durchmesser misst das eigentliche Kupferkabel, dessen Havarie bei Bauarbeiten auf der Salvador-Allende-Brücke Mitte Februar für den Katastrophenfall im Bezirk sorgte. „Die eigentliche Reparatur hat unser Unternehmen 400.000 Euro gekostet. Rund 31.000 Haushalt waren damals vom Energieausfall betroffen“, erläuterte Thomas Schäfer die bisherige Bilanz des Stromausfalls.

Von dem Kulanzangebot seines Unternehmens über die Ausfallerstattung in Höhe von 20 Euro hätten 11.000 Kunden Gebrauch gemacht. Schadensersatzforderungen von 300 Kunden würden derzeit noch von den Versicherungen bearbeitet. „Genaue Zahlen über diese Schäden werden diese wohl auch nicht veröffentlichen“, erläuterte Oliver Igel . „Einen Schadensfall in dieser Form wird es nicht mehr geben“, verspricht Thomas Schäfer. Damals hätten Haupt- und Ersatzkabel direkt nebeneinandergelegen und die Beschädigung beider Stränge für den Totalausfall gesorgt. Die Kabel selbst waren im Jahr 2012 dort verlegt worden.
Vorbildlicher Einsatz. „Unser Behörden haben zum großen Teil auch während des Stromausfalls weiter gearbeitet. Selbst im Standesamt wurden damals noch Trauungen bei Kerzenschein durchgeführt. – sehr romantisch“, erinnert sich Oliver Igel, der sich noch einmal bei allen Helfern bedankte, die bei diesem Katastrophenfall vorbildlich eingesetzt und engagiert mitgeholfen hätten.

Datum 3. August, Bild und Text: Stefan Bartylla