Es summt in den Vivantes-Gärten

Insgesamt 43 Bienenvölker leben in Parks an acht Standorten des Unternehmens

Bis zu 1,7 Millionen Bienen summen Jahr für Jahr durch die Gärten und Parks der Berliner Vivantes-Krankenhäuser. Ob im Schöneberger Auguste-Viktoria Krankenhaus, in der Tempelhofer Wenckebach-Klinik, im Krankenhaus Neukölln, am Kaulsdorfer Krankenhaus, im Humboldt-Klinikum, auf dem Gelände des Karl-Bonhoefer-Klinikums oder im Urban-Krankenhaus in Kreuzberg: Auf den rund 860.000 Quadratmetern Frei- und Grünflächen, die zu den Pflegeeinrichtungen des Konzerns gehören, arbeiten in den Sommermonaten mehr als 43 Bienenvölker.

Gesellschaftlicher Beitrag

Allein im Hauspark am Auguste-Viktoria Krankenhaus leben bis zu 700.000 Bienen in 14 Bienenkästen. Das Schöneberger Klinikum war das erste Haus, das beim Bienenprojekt in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz aktiv wurde. Hier betreut Wolfgang Friedrichowitz vom Imkerverein Steglitz die Bienenvölker. Beschwerden von Patienten, die während der Therapiepausen spazieren gehen, habe es noch keine gegeben, sagt der Rentner, der sich seit fast 40 Jahren dem Imker-Hobby verschrieben hat.

„Seit 2015 stellen wir die Bienenkästen auf. Nach und nach haben wir die Möglichkeiten ausgebaut. Die Bienen finden in den Kräuter- und Mitarbeitergärten hier im Park perfekte Voraussetzungen“, weiß Friedrichowitz, der im früheren Berufsleben als Elektroingenieur tätig war und jetzt gemeinsam mit sechs weiteren Imkern die acht Bienenstandorte in den Vivantes-Parks betreut. „Wir wollen unser Bienenprojekt gerne noch auf einige Pflegeheime ausweiten, die wir im Stadtgebiet betreiben“, sagt Vivantes-Pressesprecherin Astrid Steuber.

„Letztlich ist es ja unser elementares Anliegen, eine gesunde Stadtnatur zu entwickeln, die dadurch auch für gesündere Menschen sorgt“, erklärt sie die Philosophie hinter dem Natur-Engagement des Konzerns. Damit werde auch im gesellschaftlichen Sinne ein wichtiger Beitrag geleistet.

Ein ruhiges Hobby

Eine Ansicht, die auch Imker Friedrichowitz teilt. Es sei ein besonders ruhiges Hobby, von dem nur eine geringe Gefahr für Menschen ausgehe. „Als Imker bekomme ich bei der Arbeit schon immer mal wieder Bienenstiche in die Hände.

Für Menschen ohne besondere Allergie ist das aber in der Regel nicht schlimm“, sagt er. Den Honig, den die Bienen in den Vivantes-Parks produzieren, kann man übrigens unter anderem auf dem Staudenmarkt im September im Botanischen Garten kaufen. Dort stehen Friedrichowitz und seine Imkerkollegen höchstpersönlich am 7. und 8. September bereit und informieren gerne über ihr Hobby.

Datum: 5. August 2019, Text und Bild: Stefan Bartylla