Jetzt geht’s los für Union und Hertha

Die Kicker aus Köpenick und Charlottenburg erstmals gemeinsam im deutschen Fußball-Oberhaus

So gehen nach Meinung der Fußball-Experten der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers der 1. FC Union Berlin und Hertha BSC ins 1. Spiel der aktuellen Bundesligasaison.

1. FC Union Berlin

Tor

Rafal Gikiewicz ist Stammtorwart, Stimmungskanone und Identifikationsfigur in einer Person. Der Pole ist die Nummer eins. Dem von Mönchengladbach ausgeliehenen Torwarttalent Moritz Nicolas wird nur die Bank bleiben. Der Däne Jakob Busk will weg.

Abwehr

Auf der rechten Verteidigerposition hat Kapitän Christopher Trimmel seinen Platz erst einmal sicher. Youngster Julian Ryerson wird wie im Vorjahr für Druck sorgen. Links kämpfen Ken Reichel und Christopher Lenz um den Platz in der Startelf. Lenz sollte die Nase vorn haben. In der Innenverteidigung streiten acht Spieler um zwei Plätze. Aufstiegsheld Marvin Friedrich ist gesetzt, fehlt beim Pokalspiel in Halberstadt aufgrund einer Sperre. Der Platz neben ihm dürfte an Florian Hübner oder Sommerzugang Neven Subotic gehen. Beide sind zum Saisonstart allerdings noch ohne Spielpraxis. So könnte Keven Schlotterbeck beim ersten Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte in der Startelf stehen.

Mittelfeld

Im Mittelfeld dürften Zugang Christian Gentner und Antreiber Grischa Prömel fest eingeplant sein. Je nach Spielstil könnte Manuel Schmiedebach das Team defensiv verstärken, Marcus Ingvartsen wäre der Mann für ein offensiveres System. Zugang Robert Andrich zeichnete sich in der Vorbereitung durch eine tolle Laufbereitschaft aus, er kann im zentralen Mittelfeld eingesetzt und der ideale Joker werden.

Angriff

Rekord-Zugang Anthony Ujah (für zwei Millionen Euro aus Mainz gekommen) hat nach überzeugenden Leistungen in der Vorbereitung den Platz im Angriff zum Saisonauftakt vorerst sicher. Auf dem rechten Flügel wird der pfeilschnelle und wuchtige Sheraldo Becker, auf Links könnte durchaus Marius Bülter zum Bundesligadebüt kommen.

Hertha BSC

Tor

Zwischen den Pfosten sind die Rollen klar verteilt. Stammkeeper Rune Jarstein geht in seine fünfte Saison als Nummer eins. Mit Thomas Kraft verfügen die Berliner über eine starke Nummer zwei.

Abwehr

Stark ist der unumstrittene Abwehrchef. An seiner Seite wird erneut Rekik spielen. Nicht, weil sich der Niederländer besonders aufgedrängt hätte, sondern vielmehr, weil Neuzugang Boyata, der einen starken Eindruck hinterließ, wegen Oberschenkelproblemen den Saisonstart verpassen wird. Während sich Maximilian Mittelstädt und Marvin Plattenhardt auf der linken Abwehrseite ein Duell auf Augenhöhe liefern, in dem zurzeit Letzterer einen Tick bessere Aussichten auf die Startelf zu haben scheint, spielt Lukas Klünter nach dem Abgang von Valentino Lazaro (Inter Mailand) auf der rechten Seite den Alleinunterhalter.

Mittelfeld

In der Zentrale herrscht das größte Gedränge. Ondrej Duda und Marko Grujic gelten als gesetzt. Um den je nach System nur einen freien Platz an der Seite des Duos streiten sich bis zu fünf Spieler. Die besten Karten hat wohl Arne Maier, dessen Bedeutung Covic unterstrich, indem er den 20-Jährigen als „Stimme der jungen Spieler“ in den Mannschaftsrat berief.

Angriff

Alles läuft auf Neuverpflichtung Dodi Lukebakio auf der rechten Außenbahn hinaus, Kapitän Vedad Ibisevic ist als Mittelstürmer gesetzt. Für seinen Kumpel Salomon Kalou könnte dafür vermehrt nur eine Jokerrolle übrig bleiben. Auf der linken Außenbahn dürfte Trainer Ante Covic Javairo Dilrosun wirbeln lassen.

Fazit:

Union Berlin: Durch die neuen Spieler ist die Mannschaft durchaus bundesligatauglich und könnte in vielerlei Hinsicht positiv überraschen.
Hertha BSC: Das Team hat mehr Potenzial als im Vorjahr, aber doch noch allerlei Problemzonen. Wundertütenverdacht.

 

Datum: 08. August 2019 Text: Redaktion Bilder: camera4/Thonfeld, Stefan Bartylla