Wo Fürsten einstmals baden gingen

Vom Schildhorn an der Havel bis nach Gatow – Erholung im Westen der Stadt

Badestelle Schildhorn

In der Havel beim Schildhorn, so die Sage, entstieg der auf der Flucht befindliche Slawenfürst Jaczo den Fluten, um sich hernach ob der geglückten Rettung zum Christentum bekehren zu lassen und als Zeichen dafür sein Schild an einen Baum zu hängen. Was den Namen der Landzunge erklärt, an deren Nordspitze zwei Badebuchten zu finden sind. Je nach Sonnenstand kann man seinen bevorzugten Einstieg ins erfrischende Havelwasser aussuchen. Das sandige Ufer fällt hier relativ steil ab.

Badestelle Kuhhorn

Für Familien besser geeignet ist die südlicher gelegene Badestelle Kuhhorn. Die überzeugt mit einem schönen Sandstrand und mehreren flachen Sandbuchten unter Bäumen. Am Wochenende ist die DLRG-Station besetzt. Seinen Picknickkorb sollte man gut füllen: Abgesehen vom Angebot im Seehotel Grunewald muss man an beiden Badestellen auf gastronomische Angebote verzichten. Auch WCs gibt es nicht.


Mit der Ringbahn bis Messe Nord,
dann vom ZOB/Masurenallee mit Bus 218 bis Schildhorn,
circa zehn beziehungsweise 17 Minuten Fußweg.
www.seehotel-grunewald.de


Badestelle Grunewaldturm

Die Badestelle liegt am Fuße des Karlsbergs, auf dem sich der bekannte Aussichtsturm erhebt. Eine kleine Liegewiese und Sandstrand laden zum Sonnenbaden und Planschen ein. Über das buntgemischte Publikum wachen am Wochenende die Ehrenamtlichen der DLRG. Für körperliche Bedürfnisse jeglicher Art sorgen die Restaurants Waldhaus und Grunewaldturm.


Mit Bus 218 bis Waldhaus,
fünf Minuten Fußweg.

www.restaurant-grunewaldturm.de


 

Badestelle Lieperbucht

Etwa 1.500 Meter südlich des Grunewaldturms, direkt oberhalb der Insel Lindwerder, findet man neben mehreren unbewachten Strandflecken auch eine von der DLRG betreute Badestelle. Mit ihrem sehr flachen Einstieg und dem Sandstrand ist sie ideal für Kinder. Besonders am Wochenende herrscht hier reges Treiben. Mit einer Fähre kann man zum Restaurant Lindwerder übersetzen.


Mit Bus 218 bis Lindwerder,
fünf Minuten Fußweg.
www.lindwerder.de


 

Radfahrerwiese, Große Steinlake

Die nördlichste der drei Badestellen im südlichen Grunewald heißt Radfahrerwiese. Eine Kette von kleinen und größeren Buchten, in denen man unter Bäumen entspannen kann.
Bus 218 bis Havelchaussee, fünf Minuten Fußweg.

Mit dem Bus 218 bis Große Steinlake fahren, schon ist man nach fünf Minuten Fußweg an gleichnamiger Badestelle. Der breite Sandstreifen lässt sogar ein bisschen Meerfeeling aufkommen. Eine schwimmende DLRG-Station sorgt am Wochenende für Sicherheit, am südlich gelegenen Parkplatz ist ein WC-Container zu finden.

 

Gegenüber Pfaueninsel

Unter hohen Laubbäumen bieten sich vielfältige Liegeplätze auf Gras oder Sand. Durch ihre nach Westen ausgerichtete Lage bekommen die kleinen Badebuchten bis zum Abend viel Sonne ab. Am Wochenende wacht die DLRG, das gegenüberliegene Wirtshaus zur Pfaueninsel lockt mit Biergarten und guter Küche.


Mit Bus 218 bis Pfaueninsel,
dann sechs Minuten zu Fuß.


 

Badewiesen bei Gatow

Direkt neben dem Dorfkern Gatow lädt die weitläufige Kleine Badewiese mit lichtem Baumbestand und mehreren Strandbuchten zum Erholen ein. Stärken kann man sich im Lokal Kleine Badewiese (Bushalt Alt-Gatow, fünf Minuten zu Fuß). Die Große Badewiese ist riesig. Hier ist das Havelufer teilweise befestigt, der Badezugang erfolgt über Stufen. Weiter südlich liegt noch ein kleiner von Familien frequentierter Sandstrand. Empfehlung: das Restaurant Havelwelle im nahen Hafen.


Mit Bus 134 oder X34 bis Helleberge,
zehn Minuten Fußweg.
www.restaurant-havelwelle.de


Datum: 09. August 2019 Text: via reise verlag Bild: Kristina Becker