Zur Zukunft der Diesterweg-Schule

„Alte Schule/Neue Schule“-Diskussionsrunde zum ehemaligen Gymnasium.

Seit Jahren wird um die Zukunft des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums gerungen. Einen konkreten Plan aber gibt es noch nicht. Was aus dem architektonisch markanten Gebäude werden könnte, ist am 12. August auch Gegenstand einer Diskussionsveranstaltung im ExRotaprint, Projektraum Glaskiste, Gottschedstraße 4.

Organisiert von der Technischen Universität Berlin kommen ab 18.30 Uhr Bildungsexperten, Vertreter einiger im Brunnenviertel aktiver Organisationen sowie Mitglieder von „ps Wedding“ zu Wort. Letztere setzen sich seit 2012 dafür ein, den Bau als Quartiers-und Nachbarschaftszentrum in freier Trägerschaft zu reaktivieren. Das Bezirksamt wiederum drängt derzeit auf einen Abriss und den Neubau einer Sekundarschule als alleinige Nutzung, auch und gerade im Hinblick auf den aktuellen Schulplatzmangel.

Neues Campuskonzept

Um die verschiedenen Bildungsbedarfe zu vereinen, entwickelte „ps wedding“ deshalb ein Campuskonzept: Es sieht vor, den Bau als multifunktionales Zentrum im Quartier mit einer Vielfalt von Bildungsangeboten bereits kurzfristig neu zu beleben, und parallel dazu Wohnraum, eine Kita und eine neue Sekundarschule zu schaffen. Unter anderem darüber diskutieren Sabine Horlitz und Oliver Clemens von „ps wedding“, Tom Holert (HKW), Viviane Schmitt (Olof-Palme-Zentrum), Jörg Ewald (SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V.) und andere Kiezakteure. Dabei soll es auch darum gehen, wie zeitgemäß die Raumkonzepte aus den 1970er-Jahren heute noch sind und wie sich soziale Belange mit der rasant verdichtenden Stadt in Einklang bringen lassen. Das Gymnasium wurde Ende der 1970er als wegweisende räumliche Fusion von Quartierszentrum und Schule im größten Westberliner Kahlschlag-Sanierungsgebiet, errichtet.

Datum: 10. August 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: Hans-Joachim Pysall