Mauerweglauf: 100 Meilen durch Berlins Geschichte

Am 17. und 18. August erinnert der Mauerweglauf an die Opfer der früheren Grenze.

Rund 161 Kilometer misst der ehemalige Grenzstreifen, der zwischen 1961 und 1989 Berlin teilte. Genau diese Strecke gilt es am 17. und 18. August laufend zu bewältigen. Beim „100MeilenBerlin“-Lauf gehen jedes Jahr Hunderte Läufer an den Start, um den ehemaligen Mauerverlauf mit Laufschuhen zu erkunden. Start und Ziel sind im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24. Beim Mauerweglauf 2019 wird gegen den Uhrzeigersinn gelaufen, jährlich erfolgt ein Wechsel der Laufrichtung.

An der Mauer-Gedenkstätte entlang

Die Strecke ist mit Sprühpfeilen markiert. Verpflegungspunkte (VP) gibt es alle fünf bis neun Kilometer. Insgesamt werden 26 dieser Stände mit Essen und Getränken eingerichtet. Wenn die Läufer im Wedding ankommen, haben sie bereits den größten Teil der Strecke absolviert. Bei Kilometer 156,5 geht es entlang der Gedenkstätte Günter Litfin, die an den ersten von Grenzposten getöteten DDR-Flüchtling Litfin erinnert. Von hier sind es dann nur noch wenige Kilometer entlang der Garten- und Bernauer Straße bis zum Zieleinlauf am Mauerpark. Beim Mauerweglauf gehen viele Staffel- aber auch Einzelläufer, die die gesamte Strecke ablaufen, auf die Strecke. Startschuss für Einzelläufer ist am 17. August um 6 Uhr, Staffelläufer starten um 7 Uhr. Zielschluss ist am 18. August um 12 Uhr.

Abwechslung garantiert

Der Mauerweg ist größtenteils befestigt und überwiegend flach. Er enthält aber auch sandige Abschnitte sowie Abschnitte mit teils holprigem Untergrund, Steinen, Wurzeln oder Wurzelaufbrüchen im Asphalt. In einigen Bereichen, wie etwa in Mitte, muss auch auf befahrenen öffentlichen Straßen gelaufen werden. Wer mehr über den Lauf erfahren oder sich schon einmal fürs kommende Jahr anmelden möchte, finden Infos online.

Datum: 12. August 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/CHROMORANGE