Berlin-Steglitz: Linke fordert Sanierungskonzept für Stadtpark

Kritik an Sanierungsarbeiten der vergangenen Jahre.

Der Stadtpark Steglitz ist vielerorts sichtlich in die Jahre gekommen. Die Linke-Fraktion fordert das Bezirksamt auf, innerhalb von sechs Monaten nach Verabschiedung des entsprechenden Antrags im Bezirksparlament ein Gesamtsanierungskonzept auf den Weg zu bringen und dieses anschließend binnen fünf Jahren umzusetzen. Außerdem soll es der Öffentlichkeit in einer Bürgerveranstaltung vorgestellt werden.

Das Gesamtsanierungskonzept soll insbesondere die Sanierungen der Teiche, Fontänen, Wasserläufe, Uferbereiche, Tiergartengitter sowie der Wege beinhalten. „Die in den letzten zwei Jahren vollzogenen Sanierungsarbeiten sind leider unzureichend“, so die Begründung des Antrags. „Der Zustand des Parks verschlechtert sich zusehends, die Aufenthaltsqualität nimmt ab.“

Ufer abgerutscht

Teilweise werden die bisherigen Sanierungsmethoden in Frage gestellt. So seien die Uferbereiche der Teiche nur teilweise und dann unter Einsatz von Kies „saniert“ worden. „An vielen Stellen rutschen die Ufer aufgrund defekter und fehlender Umrandungen ab. Dies führt zur erneuten und schnelleren Verschlammung der Teiche.“ Die Wege seien überwiegend im schlechten Zustand. Ganze Abschnitte könnten von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Kinderwagen kaum passiert werden. Die Wiesen seien durch viele Trampelpfade stark in Mitleidenschaft gezogen. Schuld daran seien auch defekte oder fehlende Tiergartengitter, die dringend ergänzt, ersetzt und repariert werden müssen.

Im Zuge des 100. Jubiläums des Stadtparks wurde 2014 mit einer kleinschrittigen Sanierung begonnen. Der Rosengarten wurde denkmalgerecht wiederhergestellt. 2017/18 erhielt der Park seine Ulmenallee zurück. Ab 2018 wurden die Ufer der Teiche saniert.

Datum: 14. August 2019. Text: Redaktion. Bild:imago images/Schöning