Berlin-Weißensee: Ausstellung über Stolpersteine

Umfassendes Begleitprogramm und Neustart der Initiative Stolpersteine

„Stolpersteine“ ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Stolpersteine werden für Juden, Sinti und Roma, Menschen aus dem politischen oder religiös motivierten Widerstand, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Opfer der „Euthanasie“-Morde und für Menschen, die als vermeintlich „Asoziale“ verfolgt wurden, verlegt. Die Betonquader mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern werden in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen.

Kleine Initiative

Bis 25. September zeigt nun die Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek im Bildungszentrum am Antonplatz, Bizetstraße 41, die „Stolpersteinausstellung“ Pankow. Mit der Schau will die kleine Initiative „Stolpersteine in Weißensee“ informieren und werben, sich der Gruppe anzuschließen und das Gedenken an „Verschwundene Nachbarn in Weißensee“ aufrecht zu erhalten.

Bislang gibt es im Ortsteil 25 dieser Erinnerungssteine. Zur Ausstellung gibt es in Weißensee ein Begleitprogramm, um sich intensiver mit der Thematik zu beschäftigen. So gibt es am 28. August, 11 Uhr, eine etwa dreistündige Führung über den jüdischen Friedhof, für die man sich unbedingt anmelden muss (siehe Infokasten).

Am 11. September lädt die Stolpersteingruppe Weißensee ab 18 Uhr in die evangelische Kirchengemeinde, Mirbachplatz 2, alle Interessierten ein, die sich künftig in der Initiative engagieren wollen. Alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung für die Friedhofsführung online und per Telefon

Datum: 17. August 2019 Text: Manfred Wolf Bild: WikimediaCommons/Paul David Doherty