Berlin-Kreuzberg: Poller für weniger Durchgangsverkehr

Durchfahrtssperren: Florian Schmidt setzt einen Poller auf der Wrangelstraße.

Diagonalsperren sollen für weniger Autoverkehr im Wrangelkiez sorgen.

Nachdem im Samariterkiez an drei Kreuzungen rot-weiße Poller als Durchfahrtssperren installiert wurden, war es am Dienstag auch im Wrangelkiez so weit. Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) persönlich ließ mithilfe der Mitarbeiter des Bauamtes den ersten Poller auf der Kreuzung Wrangelstraße/Cuvrystraße in den Straßenboden ein.

Lebenswerter Wrangelkiez

Auch an der Kreuzung Falckensteinstraße/Wrangelstraße wurden in dieser Woche Durchfahrtssperren errichtet. „Es geht darum, dass die Autos nicht mehr durch den Wohnkiez unbehelligt durchbrettern können und wir diesen lebenswerter gestalten“, sagt Schmidt. Viele Autofahrer, die etwa auf der oft verstopften Schlesischen Straße Richtung Skalitzer Straße unterwegs hätten sein müssen, haben den „Schleichweg“ über die Wrangelstraße genutzt. Damit ist es nun vorbei.

Wunsch der Kreuzberger

Nach dem Samariterkiez sei das die zweite Verkehrsberuhigung dieser Art in Friedrichshain-Kreuzberg. „Das Besondere ist, dass diese Diagonalsperre von den Bürgern ausdrücklich gewünscht war“, erklärt der Stadtrat. Einige Anwohner seien auf das Bezirksamt zugekommen und hätten diese Maßnahme gefordert. Dies bestätigen zwei Anwohner, die beim Vor-Ort-Termin mit Florian Schmidt dabei waren. „Es ist sehr gut, dass die Sperren nun kommen. Damit ist der Schleichweg, um den Stau am Schlesischen Tor zu umfahren, tabu“, sagt der eine. „Gerade entlang der Wrangel- und Cuvrystraße gibt es einige Kitas und viele Familien mit kleinen Kindern. Die Sperren sorgen für ein Stück mehr Sicherheit“, sagt ein anderer. In einer vom Senat finanzierten Studie wird derzeit ein ganz und gar autofreier Wrangelkiez geprüft.

Datum: 20. August 2019, Text: Sara Klinke, Bild: Stefan Bartylla