Hoffnung für das Himmelbeet

Ausweichstandort am Mettmannplatz wird immer wahrscheinlicher.

Mit dem nahenden Herbst rückt auch für die Betreiber des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet das Datum näher, ab dem ihre Schonfrist von einem Jahr beginnt. Zum 31. Oktober 2020 müssen die Hobbygärtner ihre Beete räumen. Wohin genau, steht auch nach dreijähriger Suche noch nicht fest. Immerhin wird ein Grundstück nun immer wahrscheinlicher als Alternativstandort: Der Metmannplatz am westlichen Ende der Tegeler Straße.

Gemeinschaftsgarten muss Sportzentrum weichen

Diesen hatten die Betreiber des Gartens bereits vor einigen Wochen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) vorgeschlagen. In einem anschließenden Gespräch zwischen von Dassel, Bezirksstadträtin Sabine Weißler (ebenfalls Grüne) und dem Himmelbeet-Team wurde der Mettmannplatz als möglicher neuer Standort besprochen. Auf ihrem Twitter-Kanal sprachen die Himmelbeetler im Anschluss von einem „konstruktiven Gespräch“. Bevor sie umziehen können, gilt es aber noch einige Herausforderungen zu meistern. So sind unter anderem Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Bauarbeiten der neuen S21-Bahntrasse geplant. Dennoch ist die Hoffnung auf eine baldige Lösung für die Gärtner groß.

Himmelbeet soll im Kiez gehalten werden

Fest steht, dass sie alles tun wollen, um das soziale Projekt im Kiez zu halten: „Wir werden mit der Unterstützung von Vielen alles Mögliche tun, damit der Gemeinschaftsgarten auch in Zukunft existieren kann. Von Politik und Verwaltung wünschen wir uns, dass der Zeitgewinn aktiv genutzt wird“, erklären sie auf ihrer Webseite. Wer das Himmelbeet einmal aus der Vogelperspektive betrachten möchte, hat dazu derzeit an der Müllerstraße Gelegenheit. Als Teil der Open-Air-Ausstellung „meinwedding6“ ist das Grundstück im Großformat zu sehen – direkt gegenüber des Rathauses. Mehr Infos zum Himmelbeet sind im Internet zu finden.

Datum: 22. August 2019, Text und Bild: Katja Reichgardt