Berlin-Hermsdorf: Wie die Reinickendorfer mit der Mauer lebten

Der ehemalige Todesstreifen an der Grenzmauer bei Glienicke (März (1990)

Ausstellung mit Erinnerungsstücken und Geschichten zu 30 Jahren Mauerfall.

Das Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, zeigt bis zum 17. November eine Ausstellung über den Alltag im geteilten Berlin. Insbesondere persönliche und individuelle Erfahrungen von Menschen im West-Berliner Bezirk Reinickendorf und deren Wechselwirkung mit dem angrenzenden Ost-Berlin und dem Gebiet der ehemaligen DDR stehen im Fokus.

Lange Mauerstrecke

Reinickendorf, zum damaligen französischen Sektor der Stadt Berlin gehörend, grenzte östlich an den Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow und nördlich an den damaligen DDR-Bezirk Potsdam und wies im Vergleich der West-Berliner Bezirke eine verhältnismäßig lange Mauerstrecke auf. Neben dramatischen Fluchttunnelbauten in den ersten Jahren nach dem Bau der Mauer und den Besonderheiten des Alltags im „Entenschnabel“, einer schmalen Ausstülpung des Mauerverlaufs auf dem Gelände der Brandenburger Gemeinde Glienicke/Nordbahn, werden in der Ausstellung vor allem trennende und verbindende Einzelgeschichten in den Mittelpunkt gerückt. Ausgestellt werden persönliche Erinnerungsstücke wie Fotografien, Dokumente, Bücher und deren Geschichten. Darüber hinaus finden sich aber auch Gegenwärtiges und Ausblicke in der Ausstellung wieder.

Am 29. September, um 15 Uhr, findet passend zur Ausstellung ein Zeitzeugengespräch statt, in dem Reinickendorfer über ihre Erlebnisse im geteilten Berlin berichten. Hierfür bitten die Veranstalter um eine Anmeldungen per E-Mail oder Telefon. Weitere Informationen zur Mauerfall-Ausstellung und zum Museum Reinickendorf gibt es hier.

Datum: 31. Auguts 2019. Text: Redaktion. Bild: Koischwitz/Museum Reinickendorf