Berlin-Lichtenberg – Touren zu Farben und Formen

Lange Nacht der Bilder

Die Lange Nacht der Bilder dokumentiert große Genrevielfalt.

40 Orte, 240 Kreative und zehn Touren – so lässt sich die zwölfte Lange Nacht der Bilder am 6. September am besten in Zahlen ausdrücken. In dieser Nacht öffnen Lichtenberger Kunstorte – Ateliers, Werkstätten, Kunsthäuser, kommunale Galerien und weitere Einrichtungen – ihre Türen für erlebnisreiche Begegnungen zwischen Künstlern und Besuchern. Im vergangenen Jahr nutzten fast 5.000 Gäste die Gelegenheit, die besonders kreativen Seiten des Bezirks kennenzulernen. „Die Lange Nacht der Bilder ist längst schon ein Ereignis für die ganze Stadt. Sie beweist, dass wir in Lichtenberg mittlerweile eine lebendige, innovative und wegbereitende Gemeinde von Kunstschaffenden haben“, fasst Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) den Erfolg dieser Veranstaltung zusammen.

Touren und Orte

Das diesjährige Programm ist ab sofort online und auch als Broschüre im Rathaus, in den Bürgerämtern, Bibliotheken, kommunalen Galerien und an allen Teilnahmeorten erhältlich. Auch zahlreiche private Kunstorte und die großen internationalen Ateliergemeinschaften sind wieder mit dabei. Die BLO-Ateliers im Kaskelkiez, die Studios ID am ehemaligen Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen und die Kunstfabrik HB55 in der Herzbergstraße haben den Bezirk in den vergangenen Jahren schließlich auch deutschlandweit bekannt gemacht.

Alle Veranstaltungen sind für Besucher kostenfrei und über Bus- , Fahrrad- und Fußtouren sowie Führungen durch die Atelierhäuser erlebbar. Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr werden auch in diesem Jahr wieder geschulte Guides die Besucher durch die Fülle der Angebote lotsen. Über die genauen Routen und Abfahrtszeiten informiert dazu die Aktionswebsite der Langen Nacht.

Zu sehen gibt es an den einzelnen Stationen eine große Genrevielfalt. So zählen Malereien, Drucke und Zeichnungen in der Lichtenberger Jugendkunstschule genauso zum Programm wie Fotoarbeiten mit lokalem Thema im 360?-Raum am Prerower Platz, Konzeptkunst im Punk-Stil im Studio im Hochhaus, Malerei als Hommage an das Bauhaus im Mies van der Rohe-Haus, Gemälde im Schloss Hohenschönhausen, sowie Skulpturen, Zeichnungen und Collagen von über 60 Künstlern in den Studios ID – Haus X – in der Genslerstraße, unweit des ehemaligen Stasi-Gefängnisses.

Ein weiterer zentraler Ausstellungsort befindet sich in der Herzbergstraße 55, wo neben Zeichnungen von Kai Bracher und Installationen von Alexandra Nebel und Kristel Bergmann auch ein begehbares Gesamtkunstwerk mit Performances sowie Video- und Lichtinstallationen zu bestaunen sein wird.

www.langenachtderbilder.de/

Datum: Text: Redaktion, Stefan Bartylla, Bild: Stefan Bartylla