Berlin-Pankow: Zwischen Nachkriegsmoderne und Fontane

Die Kunsthochschule Weißensee öffnet am Tag des offenen Denkmals ihre Türen

Zwei spannende Führungen locken Interessenten am Tag des offenen Denkmals nach Weißensee und Buch

Für Schnellentschlossene hier noch zwei höchst interessante Tipps für das Tag des offenen Denkmals am 8. September (das Berliner Abendblatt berichtete): Die Kunsthochschule in Weißensee, Bühringstraße 20, lädt um 14 und 15.30 Uhr zu Führungen durch die denkmalgeschützten Räume. Das im Kern aus den 1950er-Jahren stammende Gebäude-Ensemble der weißensee kunsthochschule berlin ist der letzte in Deutschland erhaltene Gebäudekomplex des Bauhaus-Architekten Selman Selmanagi.

Als typisches Beispiel der Nachkriegsmoderne steht es unter Denkmalschutz. Neben der Architektur ist vor allem die nahezu im Originalzustand erhaltene Aula der Kunsthochschule mit ihrer exquisiten Holzvertäfelung ein einzigartiges Kleinod der Architekturgeschichte. Sie wurde im Jahr 2011 von der Wüstenrot Stiftung restauriert und saniert. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Im Rahmen des Jugendprojekteswerkstatt denkmal” des Vereins Denk mal an Berlin e.V. erforschten Schüler der Evangelischen Schule Buch die Spuren des Dichters Theodor Fontane in dem Pankower Ortsteil. Der beschrieb im Juni 1860 den Schlosspark „als wolle er das Dorf in den Arm nehmen“.

Einzelne Stationen, die Fontane literarisch beschrieben hat, erarbeiteten die Sechstklässler szenisch in einem Theaterspiel. Dabei wurde der Dichter in seiner Zeit porträtiert – ein großer Bilderrahmen diente als Bühne. Am 8. September, 13 und 15 Uhr, stellen die Schüler das Projektergebnis im Rahmen einer szenischen Führung durch den Park vor. Treffpunkt: Eingang Schlosspark Buch, Alt-Buch. An dem Projekt waren berlinweit etwas 180 Schüler in sechs Stadtbezirken beteiligt.

Datum: 5. September 2019 Text: Redaktion Bild: Angela M. Arnold (=44penguins) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]