Charlottenburg: Mehr Raum für spielende Kinder

Bezirksamt will die Spielplatzversorgung verbessern.

Charlottenburg-Wilmersdorf will die Spielplatzversorgung im Bezirk verbessern. Das ergibt die Antwort des Baustadtrats Oliver Schruoffeneger (Grüne) auf eine Frage der FDP-Fraktion im Bezirksparlament. Dem vorausgegangen war die Veröffentlichung von Zahlen zur Anzahl der Spielplätze in den Berliner Bezirken. Derzeit verfügt Charlottenburg-Wilmersdorf demnach über 117 öffentliche Spielflächen.

Wenig Platz zum Spielen

Pro Einwohner stehen 0,47 Quadratmeter zur Verfügung. Geringer fällt dieser Wert nur in Marzahn-Hellersdorf (0,45) aus. Pankow hingegen schneidet mit 0,68 Quadratmetern am besten ab. Laut Schruoffeneger hat der Einsatz der Mittel aus dem Spielplatzsanierungsprogramm zu einer hohen Qualität der vorhandenen Spielplätze geführt. Dennoch mangelt es an Flächen für neue Spielplätze. Eigentümer sollen deshalb künftig vermehrt „dazu motiviert werden, ihre Innenhöfe über die Grundstücksgrenzen hinaus zu gemeinsamen Spiellandschaften zu öffnen, statt nur jeder für sich die minimalen Spielplatzflächen auf eigenem Grundstück nachzuweisen.“

Aufwertung von Innenhöfen

Diese Aufwertung der Innenhöfe kann nicht nur für mehr Lebensqualität sorgen, sondern gleichzeitig auch zusätzliche Spielflächen schaffen. Probleme bereiten dem Bezirksamt aber auch die engen Grundstücksverhältnisse, die die Schaffung von Spielflächen erschweren. Ein möglicher neuer Standort wäre der seit Langem diskutierte „Spielplatz im Eichkamp“. Eine Gestaltung des Areals wurde bereits mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI), dem Planungsbüro und dem Fachbereich Grünflächen abgestimmt. Die Maßnahme soll laut Schruoffeneger aus Spenden aus dem Umfeld der BI finanziert werden. Einen entsprechenden Spendenaufruf gibt es bereits. Wann die Planungen konkreter werden, steht allerdings noch nicht fest.

Datum: 12. September 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: iStock/Getty Images Plus/stacey_newman