Berlin-Zehlendorf: Bürgerinitiative fordert ein Konzept für die Mitte

Nicht nur am S-Bahnhof Zehlendorf stehen Bauarbeiten an

Kommende Großbaustellen werfen Fragen zur Stadtentwicklung auf.

Die Bürgerinitiative (BI) Zehlendorf fordert das Bezirksamt auf, ein Stadtplanungsbüro mit der Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für das Stadtteilzentrum Zehlendorf Mitte zu beauftragen. Einen entsprechenden Einwohnerantrag hat das Bündnis in der vergangenen Woche im Rathaus eingereicht.

Baustellen-Chaos befürchtet

Das Ganze soll im Frühjahr 2020 starten und als transparentes Verfahren organisiert sein, mit professioneller Unterstützung, mit Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung, heißt es von der BI. Das Konzept soll im Sommer 2021 fertig sein. Die Ergebnisse sollen ein für alle verständliches Bild aufzeigen, wie sich die Zehlendorfer Mitte bis zum Jahr 2030 verändert und welches die zentralen Ziele auf dem Weg dahin sind, erklärt die BI.

„Die bald beginnenden Großbaustellen am Bahnhof, am Rathaus, an den Schulen bieten einerseits große Chancen“, so die BI. „Sie können umgekehrt auch über Jahre zu Chaos in Zehlendorf führen, genau dann nämlich, wenn jede Baustelle nur einzeln gedacht und geplant wird.“ Allein schon um das Chaos zu vermeiden oder zumindest zu mildern, sei der geforderte integrierte Ansatz so wichtig. „So ein Stadtumbau braucht Bürgerdialog und kommunalpolitische Transparenz.“ Zudem müsse der lokale Einzelhandel und das Gewerbe im Sinne einer „lebendige Zehlendorfer Mitte“ gefördert werden.

Mehr als 1.100 Unterschriften

Für all diese Vorhaben brauche es ein positives Zukunftsbild, gemeinsame Ziele und wenn möglich auch abgestimmte Zeitpläne. All dies soll das ISEK gewährleisten. Möglicherweise wird die Bezirksverordnetenversammlung bereits am 23. Oktober über den Einwohnerantrag, den mehr als 1.100 Menschen unterschrieben haben, abstimmen.

Datum: 18. September 2019. Text: Redaktion. Bild. Stefan Bartylla.