Hertha: Neuer Stadion-Standort im Gespräch

Politiker bringen Flughafengelände Tegel und Avus Nordkurve ins Spiel.

Wo könnte Hertha BSC sein neues Stadion bauen? Während der Klub selbst nach wie vor den Olympiapark als neuen alten Standort bevorzugt, hat sich Sportsenator Andreas Geisel (SPD) bereits mehrfach gegen das Olympia-Gelände ausgesprochen. Stattdessen könnte die neue Hertha-Stätte am Flughafen Tegel entstehen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat nun bestätigt, dass die Tegel Projekt GmbH beauftragt wurde, vier mögliche Varianten zu prüfen. Ein realisierbarer Standort wäre der Zentrale Festplatz in der Nähe des Flughafens, die weiteren drei liegen direkt auf dem Gelände. Nach aktuellen Planungen soll der Flughafen Tegel im Jahr 2021 geschlossen werden.

Zu Gesprächen bereit

Hertha zeigt sich zwar gesprächsbereit, hat aber Bedenken bezüglich der Infrastruktur. Immerhin ist Tegel derzeit lediglich mit Bussen erreichbar. Nun bringt das Architektenbüro BLR Projektplan einen weiteren möglichen Standort ins Spiel: die ehemalige Avus Nordkurve. Wie der rbb berichtet, erhalten sie dafür unter anderem Unterstützung von Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne). Ein anderer Vorschlag kam zuletzt vom Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU), der eine Fläche im bisherigen militärischen Teil des Flughafens im Norden des Areals ins Gespräch gebracht hat. Von hier ist es nicht weit zu den U6-Bahnhöfen Scharnweber- und Otisstraße.

CDU will zeitnahe Umsetzung

Druck macht nun auch Balzers Partei im Landesvorstand. Hier brachten sie jüngst den Antrag „Errichtung eines neuen, für Hertha BSC angemessenen Stadions“ ein. „Der Landesvorstand fordert den Senat mit allem Nachdruck auf, die Voraussetzungen für einen Verbleib von Hertha BSC in der Hauptstadt und für die Errichtung einer eigenen Spielstätte durch den Verein zu schaffen“, heißt es darin. Sie plädieren vor allem für eine „zeitnahe Umsetzung“.

Datum: 18. September 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Matthias Koch