Leopoldplatz: Platzdienst zieht erste positive Bilanz

Runder Tisch freut sich über ausgeweiteten Einsatz im Rathausumfeld.

Seit knapp einem Monat ist der Platzdienst für den Leopoldplatz auch für das Rathausumfeld und somit den Elise-und-Otto-Hampel-Weg zuständig. Der Runde Tisch zieht eine erste positive Bilanz des Doppeldienstes. Erst im Frühjahr war der erweiterte Platzdienst ausgeschrieben worden. Den Zuschlag erhielt der bisherige Betreiber „Urbanus Concept“, der sich als „Sicherheitsdienst der anderen Art“ versteht und unter anderem auf dem Wochenmarkt am Hermannplatz im Einsatz war. „Für die Betreuung am Leopoldplatz haben wir uns speziell am integrierten Handlungskonzept orientiert. Die Mitarbeiter haben verstärkt Schulungen in der Kommunikation und im Konfliktmanagement absolviert und verfügen über Mehrsprachigkeit“, erklärte Geschäftsführer Jens Lange auf eine Anfrage von Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne).

Ein Platz für Alle

Unter dem Motto „ein Platz für Alle“ wollen sie vermehrt auf Konfliktlösung statt auf Verdrängung setzen. Der Platzdienst agiert nun auf dem gesamten Gebiet zwischen Genter Straße und Maxstraße. Der Leopoldplatz gehört zu den kriminalitätsbelasteten Plätzen im Bezirk und ist einer der Treffpunkte für Suchtkranke im Wedding. 2009 wurde deshalb der Runde Tisch Leopoldplatz ins Leben gerufen, an dem regelmäßig Anwohner, Gewerbetreibende und weitere Akteure, Vertreter sozialer Projekte, des Quartiersmanagements Pankstraße, der Polizei und der Bezirksverwaltung zusammenkommen, um über die Zukunft des Platzes zu diskutieren.

Um den Platz langfristig sicherer zu machen, brauchen alle Akteure Geduld, so Lange. „Wir befinden uns hier in einem etwas längeren Prozess, wo ein Ziel nicht von heute auf morgen erreicht werden kann“, sagt er. Aktuell sei bereits jeder Tag ohne Komplikationen und besondere Vorkommnisse ein erfolgreicher Tag.

Datum: 19. September 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Schöning