Treptow-Köpenick: Kampf dem Ärztemangel

Mehr Fachärzte für Berlins Südosten

Landesärztekammer genehmigt neue Hausarztpraxen für unterversorgte Regionen.

Wenn es um die Menge an Hausärzten geht, ist Treptow-Köpenick aktuell nach Lichtenberg der am wenigsten versorgte Bezirk Berlins. Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Berlin nun die Zulassungsbeschränkungen aufgehoben und Voraussetzungen dafür geschaffen, dass bis zu 25 weitere Ärzte in den unterversorgten Regionen zugelassen werden können. Anträge dazu können ab sofort bei der Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses für Ärzte und Psychotherapeuten Berlin bis zum 30. September gestellt werden.

Entscheidung im November

Die neuen Standorte sollen bezogen auf die Fachgruppen in den jeweils drei am schlechtesten versorgten Bezirken Berlins genehmigt werden. Für die Arztgruppe der Hausärzte erfüllen diese Voraussetzungen die Bezirke Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf. Nach Ende des Ausschreibungsverfahrens wird dann noch der Zulassungsausschuss voraussichtlich im November über die Vergabe der Niederlassungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung fachlicher Kriterien entscheiden.

Niederlassungswillige Ärzte, die für sich und ihre Familie in Treptow-Köpenick eine Zukunft sehen, können sich mit Fragen oder Anregungen rund um ihren Niederlassungswunsch an den Bezirksstadtrat für Gesundheit und Umwelt, Bernd Geschanowski (AfD), wenden. Darüber informiert das Bezirksamt. Auch die Treptow-Köpenicker Wirtschaftsförderung bietet an, alle ansiedlungswilligen Ärzte zu beraten und über die speziellen Möglichkeiten zu informieren. Hierzu können persönliche Gesprächstermine vereinbart werden.

Datum: 16. September 2019. Text: Redaktion. Bild: GettyImages-istock-Anchalee Phanmaha.