Mitte: Radwege für die Invalidenstraße

Initiatoren einer Online-Petition können erste Erfolge verzeichnen.

Die kurz nach dem tragischen SUV-Unfall an der Invalidenstraße von einem Anwohner gestaltet Online-Petition kann erste Erfolge verzeichnen. Bereits nach wenigen Tagen hatten sich mehr als 10.000 Unterzeichner gefunden (das Berliner Abendblatt berichtete). Nun sind die Forderungen des Initiators und seiner Unterstützer auch bei der Politik angekommen. „Wir sind unserem Ziel ein gutes Stück näher gekommen“, sagte Julian Kopmann nach einem Treffen mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), Verkehrssenatorin Regine Günther und Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (beide Grüne).

Gemeinsam Lösung finden

Man habe alle Beteiligten angemerkt, dass sie ernsthaft eine gemeinsame Lösung finden wollen. Vor allem aber habe man einige Sofortmaßnahmen beschlossen, die für mehr Sicherheit für Kita- und Schulkinder an der Invalidenstraße und der Kreuzung Ackerstraße führen sollen. Zum einen werden die Senatsverkehrsverwaltung und der Bezirk die schnellstmögliche Prüfung und Umsetzung eines geschützten Radwegs auf beiden Seiten der Invalidenstraße prüfen. Zum anderen werden sie sich eine Anordnung eines Tempo-30-Abschnitts auf der Invalidenstraße (zwischen Nordbahnhof und Brunnenstraße) kümmern.

Erstes Treffen der Projektgruppe im Oktober

„Für die Planung und Umsetzung weiterer (baulicher) Verbesserungen auf dem Straßenabschnitt einschließlich der Ampelanlagen und verkehrsberuhigender Maßnahmen in der Umgebung wird zudem eine Projektgruppe Invalidenstraße gebildet“, so Kopmann. Das erste Treffen dieser Gruppe wird noch im Oktober stattfinden. Ziel sei es, bis Ende des Jahres eine transparente Planung inklusive Zeitrahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr im Kiez vorzulegen. Kopmann hofft jetzt, dass den Worten tatsächlich schnell Taten folgen.

Datum: 9. Oktober 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago images/Rolf Zöllner