Berlin-Friedrichshain: Klimaschutz durch Mehrwegbecher

Umweltstaatssekretär Stefan Tidow und Bread-à-Porter-Inhaber Geza Adasz

1000. Partnercafé von „Better World Cup“ findet sich an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain

Der Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, der Chai Latte zum Mitnehmen und Espresso sowieso schnell im Vorbeigehen – Einwegbecher sind eine schlechte Angewohnheit. Denn wir verbrauchen etwa 460.000 Wegwerfbecher täglich in Berlin. Das sind viele verschwendete Ressourcen und letztlich auch sehr viel unnötiger Müll. Die Initiative „Better World Cup“ ist Berlins Ansage gegen Einwegbecher.

Vor zwei Jahren ist sie mit 100 Verkaufsstellen gestartet, die mitgebrachte Mehrwegbecher auffüllen und als Anreiz dafür einen Rabatt geben. Mittlerweile sind 1.032 Partner in der Hauptstadt bei „Better World Cup“ registriert. Das 1000. Partnercafé wurde kürzlich bekanntgegeben und kommt aus Friedrichshain: An der Karl-Marx-Allee 140 im Café Bread-à-Porter wird Klimaschutz jetzt auch gelebt.

Umweltsenatorin Regine Günther freut’s: „Kleine Veränderungen können Großes bewirken. Der Verzicht auf Einwegbecher gehört dazu. Wer regelmäßig Mehrwegbecher nutzt, schont die Ressourcen, vermeidet Abfall und schützt das Klima.“ Der Better World Cup ist eine gemeinsame Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Berliner Stadtreinigung (BSR), der Stiftung Naturschutz Berlin sowie weiterer Wirtschafts- und Umweltverbände.

In Berlin werden pro Stunde 20.000 Einwegbecher verbraucht – das sind 170 Millionen Wegwerfbecher pro Jahr. Diese Einwegbecher verursachen bei ihrer Herstellung 6.660 Tonnen CO2-Emissionen. Allein die in Berlin verbrauchten Wegwerfbecher entsprechen einem Abfallberg von 2.400 Tonnen pro Jahr. Für ihre Herstellung wird das Holz von 2.580 Bäumen, für den Kunststoffanteil im Becher 1.320 Tonnen Rohöl sowie 85 Millionen Liter Wasser verbraucht. Das ist ein halber Liter Wasser pro Einwegbecher.

Datum: 11. Oktober 2019 Text: Redaktion Bild: imago images/Christian Ditsch