Berlin-Neukölln: Einsatz gegen Müllsünder

Eine von vielen Müllecken

Der Mittelbuschweg wurde vom Ordnungsamt beräumt.

Er gehört zu den Hotspots der illegalen Müllentsorgung, der Mittelbuschweg zwischen den S-Bahnhöfen Sonnenallee und Berlin-Neukölln. Im Rahmen einer Schwerpunktaktion unter Leitung des Neuköllner Ordnungsamtes wurde Ende September der komplette Mittelbuschweg gereinigt. Bei anschließenden Kontrollen wurden vier Müllsünder direkt in flagranti erwischt.

Berge von Gewerbemüll

Um die Straße im Gewerbegebiet zu reinigen, wurde eine Halteverbotszone eingerichtet. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) entsorgte insgesamt zehn Kubikmeter Sperrmüll und Elektroschrott. Durch ein Fachunternehmen wurden weitere acht Kubikmeter Bauschutt und Sondermüll, darunter Dämmstoffe und Asbestplatten entfernt. Diese illegalen Vermüllungen werden meist von Gewerbetreibenden aus Berlin und Brandenburg verursacht.

Bei einer anschließenden Schwerpunktüberwachung durch das Ordnungsamt wurden in den vergangenen Tagen vier Müllsünder meist am späten Abend erwischt, darunter ein Gewerbetreibender, der drei Kubikmeter Bauschutt im Gepäck hatte. Zuletzt erwischte die Streife am Freitagabend einen Müllsünder, der vier Kubikmeter Sperrmüll am Mittelbuschweg abstellte. Neben dem erwarteten hohen Bußgeld muss der Müllsünder nun einen Nachweis über die fachgerechte Entsorgung vorweisen.

Mehr Ordnungshüter

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) erklärt: „Die Reinigung hat alleine 3.000 Euro Steuergelder gekostet. Wer seinen Müll illegal entsorgt, macht das auf Kosten der Allgemeinheit. Wir werden deshalb weiter alles unternehmen, solche Müllsünder zu erwischen.“ In diesem Jahr wurden elf zusätzliche Stellen beim Allgemeinen Ordnungsdienst in Neukölln mit Fokus auf Vermüllung besetzt.

Datum: 14. Oktober 2019. Text: Redaktion. Bild: mago images/Olaf Wagner.