Berlin-Buch: Vom Patienten zum Studenten

Karl Kapahnke hatte Leukämie – jetzt beginnt er sein Medizinstudium

Für Karl Kapahnke hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Der 19-jährige Berliner studiert seit Kurzem in Greifswald Medizin. Dass er dieses Abenteuer erleben darf, verdankt er vor allem seinem Kämpfergeist. Denn in seinem jungen Leben hat der Abiturient schon so einige Hürden überwunden. Bereits im Alter von sechs Jahren erkrankte er an Leukämie und konnte die tückische Krankheit im Helios Klinikum Berlin-Buch erfolgreich bekämpfen.

Zehn Jahre später wurde er erneut mit der Diagnose Krebs konfrontiert. „Die zweite Diagnose war ein echter Schock. Solch eine Nachricht reißt einem erstmal den Boden unter den Füßen weg“, berichtet er und fügt hinzu, dass er sich jedoch schnell dafür entschieden habe, die Situation positiv zu betrachten und negativen Gedanken keinen Raum zu geben. Besonders der intensive Austausch mit den Ärzten und dem Pflegepersonal im Klinikum half dem damals 16-Jährigen, eine wichtige Entscheidung zu treffen und einer Stammzelltransplantation zuzustimmen

Am 9. November sprechen Spezialisten von 9 bis 15 Uhr im Helios Klinikum Berlin-Buch in Seminaren mit Interessierten über moderne Krebsmedizin. Der TV-Mediziner Dr. Carsten Lekutat moderiert eine Expertenrunde zur fachübergreifenden Krebsbehandlung. Interessierte können sich online anmelden, aber auch Spontan-Teilnehmer sind willkommen:
www.helios-gesundheit.de/krebs-weiter-leben

„Ich habe die Chemo nicht besonders gut vertragen“, erinnert er sich, „Bis sich dann herausgestellt hat, dass eine Stammzelltransplantation in dieser Situation die Therapie mit den größten Erfolgsaussichten wäre. Am Anfang habe ich den Gedanken daran noch verdrängt, letztendlich war es aber die beste Therapie, die ich bekommen konnte.“ Mit seiner Krankengeschichte geht Karl ganz offen und ehrlich um.

Er findet: „Es ist wichtig, dass Menschen darüber Bescheid wissen, was Leukämie für eine Krankheit ist.“ Über die Zeit als Patient im Helios Klinikum Berlin-Buch sagt er: „Meine Krankheit hat mich sehr geprägt. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die mir sehr viel Kraft und Stärke gegeben haben. Dank dieser Menschen geht es mir heute wieder gut und ich würde mich freuen, ihnen etwas zurückgeben und anderen Menschen ebenfalls helfen zu können.”

Datum: 20. Oktober 2019, Text: Redaktion Bild: Thomas Oberländer/Helios Klinikum