Berlin-Moabit: Grips zeigt Cloud-Performance mit Smartphones

Theaterstück mit Smartphone im Grips

Das Haus in der Altonaer Straße in Moabit bringt interaktives Stück für Jugendliche auf die Bühne.

Wer ist am anderen Ende des Internets? Wie funktioniert ein Algorithmus? Wer oder was erteilt uns da Anweisungen? Und wer oder was ist hier „fake“? Diesen und anderen Fragen geht die Cloud-Performance „Bubble Jam“ des Grips Theaters, Altonaer Straße 22, auf den Grund. Bubble Jam ist eine Spielplattform, mit dessen Server sich die Testspieler über Smartphones verbinden, mit denen sie ausgestattet werden. Sie folgen dem Chat der andernorts befindlichen Entwickler und beantworten ihre Anweisungen und Fragen hin zu einer perfekten Bubble-Jam-Runde: Worum soll es gehen? Um Albträume? Freunde, die man nie gesehen hat? Fotos, die plötzlich auftauchen? Darum, was für ein „Typ“ man ist? Oder darum, wie das Leben weitergeht? Bubble Jam misst die Reaktionen und ermittelt daraus, wer mit wem was zu besprechen hat. Aus Abstimmungsergebnissen werden Fragen abgeleitet, um die es nun gehen soll, allen voran: Wer spielt? Und mit wem wird gespielt? Rimini Protokoll zeigt am Grips seine erste Produktion für Jugendliche, macht sie zu aktiven Teilnehmern des Spiels und beleuchtet die Einflüsse des digitalen Raums auf unsere Entscheidungsprozesse. Los geht dieses interaktive Theaterstück am 23. Oktober, um 18 Uhr. Vorher haben Interessierte aber bereits Gelegenheit, bei einer der öffentlichen Proben dabei zu sein. Diese finden noch einmal am 21. Oktober sowie am Premierentag am 23. Oktober, jeweils um 11 Uhr, statt.

Rimini Protokoll ist eine der wichtigsten Performance-Gruppen in Deutschland. Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel bilden seit 2000 ein Autoren- Regie-Team. Weitere Infos gibt es im Internet

Datum: 20. Oktober 2019 Text: Redaktion Bild: Stavros Habakis